Zentrale Unterbringungseinrichtung Alteburgerstr.

Zollstock – In der Aula der Europaschule informierte am gestrigen Abend der stellvertretende Regierunspräsident der Bezirksregierung Köln, Wilhelm Steitz, über Planung und Stand der geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Alteburgerstr. in Bayenthal.

Informationsveranstaltung in der Europaschule zur Landesaufnahmestelle für Fluechtlinge in der Alteburgerstr.
Die Johanniter und die Bezirksregierung informierten über die Unterbringung in der Alteburgerstr. – Bild: © 2015 Bronisz

Nach dem der Moderator der Veranstaltung den über 100 Bürgerinnen und Bürger einige Regeln zur Veranstaltung erklärt und der Bezirksbürgermeister, Mike Homann, ein Grußwort entrichtet hatte, stieg man sogleich in die eigentliche Veranstaltung ein. Vorweg. Es war nach meiner Wahrnehmung eine gute und informative Veranstaltung. Nichts unsachliches, dafür Informationsaustausch und konstruktive Kritik. So sollte das eigentlich immer sein.

Geplant ist, dass die Flüchtlingsunterkunft, Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE), die derzeit als „Zeltstadt“ in Chorweiler steht, auf das Gelände der ehemaligen DOM-Brauerei neu errichtet wird. Hier soll keine Zeltstadt, sondern ein „Containerdorf“ entstehen, dass es ermöglicht, die Menschen auch menschenwürdig unterzubringen. Bis Ende des Jahres wird das Grundstück an der Alteburgerstr. fertiggestellt sein, sodass im Anschluss die Wohnmodule errichtet werden können.

Die Maximalbelegung der Einrichtung beläuft sich auf rund 1000 Personen. Gesprochen wurde gestern von etwa 960 Personen. Diese werden in zweigeschossigen Wohnmodulen mit 48 Personen pro Etage untergebracht. Abgeschlossene Wohneinheiten mit Kochgelegenheiten wird es nicht geben. Statt dessen gibt es eine zentrale Versorgung in Mensen. Die sanitären Einrichtungen sind geschlechtergetrennt. Auch wird es neben den Gemeinschaftsräumen, Räume für Beratungsangebote geben. Die Verwaltungsbüros werden ebenfalls dort untergebracht. Bis zur Fertigstellung sind diese jedoch noch im ehemaligen Versteigerungshaus van Ham. Diese Immobilie gehört dem BLB.

Es waren weniger Sorgen, Nöte und Ängste, sondern vielmehr Neugier und Hilfsbereitschaft, die die Bürgerinnen und Bürger auf der Veranstaltung zum Ausdruck brachten. So wurde z.B. nachgefragt ob für die neue Unterkunft noch Ehrenamtler gesucht werden. Dies ist in der Tat so, denn die Ehrenamtler, die in Chorweiler arbeiten kommen aus dem dortigen Umfeld und es ist ungewiss ob einige oder alle mit in die Einrichtung an der Alteburgerstr. gehen werden. Auch die Flüchtlinge selbst bringen sich in den Einrichtungen ein. Viele sind handwerklich ausgebildet, sodass man hier auch eigene Ressourcen nutzen kann.

Ehrenamtliche Arbeit ist, wie gestern auch zu erfahren war, immer erwünscht. Jedoch wird von Sachspenden derzeit dringend abgeraten, da derzeit alles vorhanden ist. Wer weitere Infos wünscht oder sich selber einbringen will kann die Tweets  der Bezirksregierung verfolgen oder sich auf der Homepage der Bezirksregierung informieren, um sich stets auf dem aktuellen Stand zu halten.

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