Wohnen in Köln

Das Kooperative Baulandmodell soll "wirkungsvoll verändert" werden. - Bild: Bronisz

Köln – In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am Donnerstag, 27. Oktober 2016, stellt das Amt für Wohnungswesen den neuen Geschäftsbericht „Wohnen in Köln – Fakten, Zahlen und Ergebnisse“ vor.

Geförderter Wohnraum ist dringend notwendig. – Bild: Bronisz

Der Bericht enthält Informationen über das Jahr 2015 und gibt einen Ausblick auf 2016. Er beschreibt sowohl Entwicklungen der Aufgaben des Amtes, die von zahlreichen Beratungskontakten mit Bürgerinnen und Bürgern geprägt sind, als auch Rahmenbedingungen für die in Köln unverzichtbare Wohnraumförderung. Zudem enthält der Bericht aktuelle Daten zum Kölner Wohnungsmarkt, der inzwischen über 557.000 Haushalte zählt. Textbeiträge der Kooperationspartner, unter anderem des Mietervereins Köln e.V., runden ihn fachlich ab.

Das Jahr 2015 stellte die Wohnraumversorgung insgesamt vor besondere Herausforderungen, speziell im Bereich der Flüchtlingsunterbringung. Köln verzeichnete mit mehr als 5.000 zusätzlich untergebrachten Menschen den bisher höchsten Jahresanstieg seit Aufzeichnung der Flüchtlingszahlen Mitte der 1980er Jahre. Eine Vielzahl neuer Unterkünfte wurde in Form von Wohnhäusern, Containerunterkünften oder Leichtbauhallen geschaffen. Um Obdachlosigkeit zu verhindern, war eine Belegung von Turnhallen unvermeidbar. Diese enorme Herausforderung war nur mit hohem Personaleinsatz zu meistern. Für die soziale Betreuung von Flüchtlingen zum Beispiel wurde die Zahl der Stellen im Berichtsjahr verdoppelt.

Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Wohnungsaufsichtsgesetz sowie der städtischen Wohnraumschutz­satzung – beides wurde im Jahr 2014 beschlossen – sind überwiegend positiv. Im Hinblick auf den hohen Woh­nungsbedarf in Köln genießt der Schutz des Wohnungs­bestandes einen hohen Stellenwert. Seither stehen sogenannte Wohnraumzweckentfremdungen von frei finanzierten Miet- und Genossenschaftswohnungen wieder unter Genehmigungsvorbehalt. Nicht genehmigte Zweckentfremdungen können mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Eine Variante der Zweckentfremdung ist die Überlassung von Wohnraum für Zwecke der gewerblichen Zimmervermietung.

Erfreulich ist, dass 2015 erstmals seit 1999 wieder die Zielzahl von 1.000 geförderten Mietwohnungen pro Jahr mit Mietpreis- und Belegungsbindungen übertroffen wird. Diese Wohnungen sind für die Versorgung der Haushalte mit Wohnberechtigungsschein sehr wichtig. Sie können sich aufgrund ihrer schwierigen Einkommenssituation die Mieten des freien Wohnungsmarkts nicht leisten. Das bessere Förderergebnis 2015 wird wesentlich auf die attraktiven Förderkonditionen des Landes Nordrhein-Westfalen zurückgeführt. Erhöhte Tilgungsnachlässe für Investorinnen und Investoren von bis zu 50 Prozent sowie der Verzicht des Landes auf Zinsen für die ersten zehn Jahre sind nur zwei positive Kennzeichen der aktuellen Darlehen im Mietwohnungsbau.

Das Ziel aller Maßnahmen der Wohnraumförderung bleibt ein deutlicher Zugewinn von preiswertem Wohnraum für die Bürgerinnen und Bürger Kölns. Parallel sollen auch Geflüchtete nach und nach mit regulärem Wohnraum versorgt werden. Das seit 2011 bestehende „Auszugsmanagement“, das durch das Amt für Wohnungswesen koordiniert wird, unterstützt die gewünschte Integration von Flüchtlingen in die Stadtgesellschaft durch die Vermittlung von regulärem Wohnraum.

Der Bericht „Wohnen in Köln“ macht deutlich, dass ungeachtet der jeweiligen Nachfragegruppe deutlich mehr barrierefreie Wohnungen benötigt werden, um die speziellen Wohnbedarfe angemessen berücksichtigen zu können. Für Menschen zum Beispiel, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, scheitern Wohnungsangebote oftmals schon an unzureichenden Bewegungsflächen.

Quelle: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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