Wir sind viele. Wir sind eins. – Maikundgebung auf dem Heumarkt

Hat die "Soziale Gerechtigkeit" wiederentdeckt. Hannelore Kraft. - Bild: Bronisz

Köln – Nach einer Schätzung des DGB kamen trotz des Regenwetters etwa 5000 Teilnehmer zur Maikundgebung auf dem Kölner Heumarkt, die dieses Jahr unter dem Motto: „Wir sind viele. Wir sind eins.“ statt fand. „Die AfD ist aus Sicht der Gewerkschaften nicht wählbar!“, meinte Andreas Kossiski, Vorsitzender des DGB in der Region Köln/Bonn und fand damit deutliche Worte zur Hetze der Rechtspopulistischen Partei gegen Ausländer, Muslime und Andersdenkende sowie zum Spektakel in der letzten Woche, als unweit des Kundgebungsplatzes im Hotel Maritim der AFD-Bundesparteitag abgehalten wurde. Weiter führte Kossiski aus, dass Respekt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit der beste Schutz gegen Rechtspopulismus sei.

Kampf gegen Dumpinglöhne und unfaire Bedingungen

Soziale Gerechtigkeit war auch das Thema von Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. Dieser forderte sichere und faire Arbeit in NRW, denn: „Schlecht bezahlte Arbeit zu unfairen Bedingungen ist für zu viele Menschen noch gelebte Realität.“

Die Renaissance der „Sozialen Gerechtigkeit“

Auch Hannelore Kraft (SPD), noch amtierende Ministerpräsidentin in NRW, hat vor den Wahlen die „Soziale Gerechtigkeit“ wiederentdeckt und nutzte die Chance für einen Wahlkampfauftritt und um eine positive Bilanz ihrer Regierung zu ziehen. Demnach habe sich die Zahl der Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren auf 180.000 verdoppelt. Außerdem wurden 7000 neue Lehrer eingestellt. Dass das rot/grüne Modellprogramm „Kein Kind zurücklassen“ Kinderarmut jedoch nicht senken kann und sich Erfolge erst 2042 einstellen werden wurde freilich nicht erwähnt. Auf dieses Problem wies bereits am Freitag in Düsseldorf der Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hin.

Wichtiger als das soziale Problem schien für die Ministerpräsidentin der Erfolg bei der Festnahme eines schweizer Spions, der Steuerfahnder bespitzeln sollte, zu sein. Immerhin. Der Ankauf der Steuer-CDs brachte NRW Mehreinnahmen von 2,3 Milliarden Euro ein.

Zum Thema Leitkultur und de Maizières 10 Punkte-Programm kritisierte sie den Bundesinnenminister Thomas de Maizière scharf und meinte, dass sie zwar auch keine Burka wolle, fügte aber hinzu, dass der oberste Maßstab für das Zusammenleben noch immer die Verfassung sei.

Zur Bilderstrecke.

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