Verbot des Kurdistan-Festivals ist ein kapitaler Fehler

Kundgebung von Kurden am Dom

Köln – Schon oft haben die Kurden im Kölner RheinEnergie-Stadion bzw. im Müngersdorfer Stadion friedlich ihr Volksfest durchgeführt. Zuletzt im Jahre 2011. Dass die Kölner Polizei genau diese Veranstaltung verbietet, halten der Kölner Bundestagsabgeordnete, Matthias W. Birkwald, die Ratsfraktion und der Kreisverband der Kölner Linken für einen schweren Fehler. Türken und Kurden werden nicht gleichbehandelt, sondern wieder werden die Kurden an den Pranger gestellt, obwohl sie im Kampf gegen den IS und im kommunalen Aufbau von Infrastrukturen in Syrien wichtige Beiträge leisten.

Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln und der Kölner MdB Matthias W. Birkwald erklären dazu gemeinsam: „Die Kölner Polizei sollte sich noch einmal mit dem kurdischen Veranstalter beraten. Eine Veranstaltung im RheinEnergie-Stadion ist einfacher zu bewältigen als eine Demonstration und Kundgebung in der Kölner Innenstadt. Die Planung der Kurden ist ein friedliches Fest in einem abgeschlossenen Veranstaltungsraum, damit sie sich ungestört vor rechten türkischen Provokateuren treffen und diskutieren können.

Auch die Sprecherin des Kölner Kreisverbandes hält das Verbot für einen Fehler und bringt zum Ausdruck: „Die Kurdinnen und Kurden in Deutschland haben auf die Erdogan-Veranstaltung an der Deutzer Werft sehr besonnen reagiert. Dafür sollten wir ihnen dankbar sein und sie nicht mit Füßen treten. Wir brauchen in Köln kein Veranstaltungsrecht, das für Herrn Erdogan maßgeschneidert ist.

Kundgebung von Kurden am Dom
Hamide Akbayir, MdR, bei einer Kundgebung der Kurden auf dem Bahnhofsvorplatz. – Bild: Bronisz

Hamide Akbayir, Ratsfrau und Mitglied des Kreisvorstandes, meint: „Ich setze mich seit vielen Jahren für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Köln ein, die Kurden, Syrer, Türken und die vielen anderen Völker. Als Kurdin weiß ich, dass wir unsere friedlichen Treffen in jedem Jahr brauchen, um uns zu beraten und auch gegenseitig zu unterstützen in dieser unfriedlichen Zeit, in der wir im Moment leben. Wir Kurden wollen in der Türkei und in Syrien einen Beitrag leisten, damit Frieden herrscht und kein Krieg. Das Kulturfest ist dazu eine gute Gelegenheit.

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