Umbau Höninger Weg – Ursache für Unfallhäufigkeit?

Fahrradschutzstreifen können helfen Unfälle zu vermeiden. - Bild: © 2011 Bronisz

Zollstock – In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung 2, Rodenkirchen, wurde u.a. auch über meinen Antrag, 8.2.1, ehemals 8.2.3, beraten, der ja zweimal vertagt wurde. Im Gespräch mit den Fraktionen der SPD und Grüne, haben wir uns zunächst auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, der ein sog. Kolloqium vorsieht.

Fahrradschutzstreifen können helfen Unfälle zu vermeiden. - Bild: © 2011 Bronisz
Fahrradschutzstreifen können helfen Unfälle zu vermeiden. – Bild: © 2011 Bronisz

Der geänderte Antrag sieht nun vor, ein Kolloqium mit der BV2 zu veranstalten, in dem die Sicherheitslage für Radfahrer auf dem Höninger Weg analysiert und Lösungsmöglichkeiten diskutiert werden. Zu diesem Kolloqium werden neben Polizei, der KVB, der Fahrradbeauftragte und das Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtplanung auch Vertreter des VCD und ADFC eingeladen werden. Meine Forderung, durchgehende Fahrradschutzstreifen einzurichten und die Parkstreifen zu entfernen, bleiben davon unberührt, da ich dies nach wie vor für die einzige Sicherheitslösung vor Ort halte.

Eine Anfrage auf einen von mir gestellten Prüfantrag wurde im Februar diesen Jahres noch wie folgt beantwortet:

( … ) „Da die von Ihnen benannte Örtlichkeit nicht annährend eine Unfallhäufungsstelle im Sinne Ihres Anliegens bildet, erfolgt eine polizeiliche Überwachung dort auch zukünftig nur im Rahmen der Streife.“

Eine Anfrage der SPD-Fraktion zur Unfall-Lage im Stadtbezirk Rodenkirchen wurde dann in der gestrigen Sitzung für den Stadtteil Zollstock so beantwortet:

„Im Stadtteil Zollstock ist der Höninger Weg unfallauffällig. Dort ereigneten sich insgesamt 12 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern mit unterschiedlichen Ursachen im Bereich zwischen Sibille-Hartmann-Straße und dem Gottesweg (Geschäftszeile).
In zwei Fällen gelangten die Radfahrer in die dortigen Straßenbahnschienen. Ein Radfahrer verunglückte dabei tödlich, da er gegen die entgegenkommende Straßenbahn stürzte. In zwei Fällen waren Radfahrer alkoholisiert.“

Gab es im Jahr 2010 noch keine Unfallauffälligkeiten, waren es 1 Jahr später schon 12 Unfälle die „auffielen“. Einer endete tödlich.

Nun darf die Frage auf Grund dieser starken Diskrepanz gestellt werden, ob der Umbau des Höninger Wegs nicht erst diese gravierende Unfallhäufigkeit verursacht hat. Für mich sieht es jedenfalls erst einmal so aus.

War die Beantwortung der Anfrage der SPD schon aufschlussreich, so lässt sie weitere Fragen zu, die gestellt werden müssen, um herauszubekommen, ob mit dem Umbau des Höninger Wegs nicht erst eine Gefahrenstelle für Radfahrer geschaffen wurde.

Wie auch immer die Beantwortung aussehen wird. Der Zustand kann und darf nicht länger so bleiben.

Artikel drucken

Share This:

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Unfälle am Höninger Weg
  2. Unfalllage Höninger Weg

Kommentare sind geschlossen.