Teures kostenloses Bild

Eingang zur Arbeitsagentur.
Um dieses Bild ging es - Bild: Bronisz

Köln – Dass sich das unzulässige Bearbeiten von Bildern nicht lohnt, musste gestern auch eine Partei am Landgericht in Köln feststellen. Diese verwendete ein Bild von der Kölner Arbeitsgentur, dass ich u.a. auch auf einem Fotoportal kostenlos zur Verfügung gestellt habe. So weit. So gut.

Doch dann kam eine Partei, die maßgeblich für die „Armut per Gesetz“ verantwortlich ist, setzte ihr Logo und das Zitat eines Landtagsabgeordneten in das Bild und veröffentlichte dieses sowohl auf ihrer Internetseite, als auch auf Facebook. Damit haben sie nicht nur gegen die Lizenzbestimmungen des Fotoportals, sondern auch gegen meine verstoßen, denn das Bild war ausdrücklich nur zur „Redaktionellen Nutzung mit eingeschränktem Bearbeitungsrecht“ kostenlos zu nutzen. Darüber hinaus bekam es deutlichen Werbecharakter und erweckte auch noch den Eindruck, dass das Bild von mir für diesen Zweck erstellt wurde. Schließlich setzte man in das Bild noch den Vermerk „Fotoquelle Berthold Bronisz/pixelio.de“.

Eine Rechnung im mittleren, vierstelligen Bereich, die ich daraufhin der Partei gestellt habe, wurde nicht beglichen. Eine Unterlassungserklärung wurde zwar angenommen, aber sich anschließend nicht daran gehalten. So kam ich nicht umhin, vor dem Landgericht zu klagen. Dort habe ich, in Absprache mit meinem Anwalt, ein Vergleich vorgeschlagen, der nach Abzug meiner Anteiligen Kosten in etwa das herausbringt, was ich der Partei in Rechnung gestellt habe. Mehr wollte ich ja auch nicht.

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