Stadt Köln und die Akte Gerigk – Ein Skandal zur Landtagswahl

Wird von der Stadt Köln eingeschüchtert. Kalle Gerigk. - Bild: Bronisz

Köln – Medien berichteten, dass das Wohnungsamt der Stadt Köln in der Personalakte ihres Mitarbeiters und Kandidaten der Linken zur NRW-Landtagswahl, Kalle Gerigk, Informationen über dessen politisches Engagement für die Initiative „Recht auf Stadt“ und Die Linke sammelt. Mit diesem Material will das Wohnungsamt seinen Mitarbeiter loswerden.

Özlem Alev Demirel, Spitzenkandidatin für DIE LINKE. in NRW: „Wir stehen hinter unserem Kandidaten Kalle Gerigk. Sein Einsatz für bezahlbare Mieten und eine lebenswerte Stadt darf nicht mit beruflichen Nachteilen bestraft werden.“

Tatsächlich hat es den Anschein, als sollte Kalle Gerigk eingeschüchtert werden. So lässt sich der Amtsleiter im Kölner Stadt-Anzeiger über „mutmaßliche Versäumnisse, viele Krankheitstage und politische Äußerungen des Mitarbeiters“ aus. Dinge, über die sich pikanterweise der Parteibuchinhaber einer zur Landtagswahl konkurrierenden Partei eigentlich öffentlich gar nicht äußern sollte, denn Krankheit und Krankheitstage gehen nur dem Mitarbeiter und seine Behörde etwas an. Indes äußerte sich Kalle Gerigk zum Vorwurf der Krankheitstage und widerspricht Ludwigs Vorwurf: „Ich wäre lieber arbeiten gegangen als im Krankenhaus zu liegen.“

Hat das Wohnungsamt ein Dossier angelegt?

„Die Versetzung in ein anderes Amt kann ich nur als Schikane bezeichnen. Das Personalamt der Stadt Köln darf dem nicht zustimmen. Das müsste als gezielte Behinderung von politischem Engagement verstanden werden.

Dass ein regelrechtes Dossier über die politischen Aktivitäten eines Mitarbeiters angelegt wird, ist bereits ein unmöglicher Vorgang. Die Stadt Köln fordere ich auf, diese Einschüchterungsversuche zu unterbinden und die gesammelten Informationen aus der Personalakte zu entfernen“ meint Özlem Alev Demirel.

Das finden auch Kreissprecherin Angelika Link-Wilden und der Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln und fordern in einer gemeinsamen Presseerklärung: „Wir fordern die Oberbürgermeisterin auf, sich sofort des Falles anzunehmen. Frau Reker muss dafür sorgen, dass der Landtagskandidat Kalle Gerigk fair behandelt wird und die Bestimmungen des Personalvertretungsrechts auch für ihn angewandt werden.“

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