Stadt belegt Flüchtlingsunterkunft in Köln-Bayenthal

Kein Mensch ist illegal - Bild: © 2014 Berthold Bronisz

Köln – Die Stadt Köln belegt ab Freitag, 15. Mai 2015, die vierte städtische Flüchtlingsunterkunft in modularer Systembauweise an der Koblenzer Straße in Köln-Bayenthal.  Der Neubau ist der vierte in einer Reihe von baugleich konzipierten Standorten, die in den kommenden Wochen in Betrieb gehen. Standorte in Deutz, und Brück folgen. Ende März war der erste Systembau am Lindweiler Weg in Köln-Longerich belegt worden.

Acht abgeschlossene Wohneinheiten – Rotes Kreuz betreut bis zu 50 Personen

Das Gebäude an der Koblenzer Straße verfügt über acht abgeschlossene Wohneinheiten für bis zu 50 Personen, die jeweils über eine eigene Küche mit Kochgelegenheit sowie Duschbad und Toilette verfügen und somit mit Blick auf ihre Größe und Ausstattung den seit 2004 geltenden Leitlinien der Stadt Köln zur Flüchtlingsunterbringung entsprechen. Die Bewohner, untergebracht werden hier in erster Linie Köln zugewiesene Flüchtlingsfamilien, versorgen sich vor Ort selbst.

Die Stadt Köln hat an diesem Standort einen freien Träger, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), mit der sozialen Betreuung der Flüchtlinge beauftragt. Der eingesetzte Sozialarbeiter des DRK vor Ort ist ständiger Ansprechpartner, ist im Stadtteil vernetzt und arbeitet eng mit allen beteiligten Akteuren zusammen. Unterstützt wird er unter anderem durch den städtischen Sozialarbeiter sowie Projekte des Jugendamtes, der Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie freier Träger.

Dementsprechend bietet eine neunte Wohneinheit Platz für das Büro des Sozialarbeiters beziehungsweise den außerhalb der regulären Dienstzeiten beauftragten Hausmeister- und Sicherheitsdienst. Der angrenzende Betreuungsraum kann als Begegnungsstätte für soziale Projekte vor Ort sowie Kurse zur Förderung der Integration durch Willkommensinitiativen und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil genutzt werden. Diese bilden sich häufig schon im Vorfeld einer Standortbelegung durch die Stadt Köln.

Die eigens für ihren Einsatz in Flüchtlingsunterkünften geschulten Mitarbeiter des Hausmeister- und Sicherheitsdienstes dienen sowohl den Flüchtlingen als auch den Anwohnern und Nachbarn als Ansprechpartner. Um bei Bedarf Sprachbarrieren überwinden zu können, werden Dolmetscher eingesetzt. Dies soll den Neuankömmlingen die Integration erleichtern.

Derzeit leben rund 6100 Flüchtlinge in Einrichtungen der Stadt Köln. Vor dem Hintergrund weltweit schwelender Konflikte und Bürgerkriege kamen in den vergangenen Monaten mehr zugewiesene Flüchtlinge in Köln an, als jemals zuvor.

Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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