Skulpturen im Park 2018

"Target Practice". Installation von Iris Hoppe. - Bild: Bronisz

Zollstock – Im Vorgebirgspark fand nun schon zum neunzehnten Mal die Veranstaltung „Vorgebirkspark Skulptur 2018“ statt. Die erste Veranstaltung gab es 1999. Auch die Bezirksvertretung Rodenkirchen ist Sponsor dieser Veranstaltung und so konnte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Dr. Sabine Müller, ein paar Grußworte an die vielen Gäste und den teilnehmenden Künstlerinnen richten. Ein Novum war, dass es diesmal nur Installationen und Performance der Künstlerinnen Hannah Schneider, Alice Musol, Iris Hoppe und Naomi Liesenfeld zu sehen gab. Nicht aus einer „Genderpolitischen Entscheidung“ heraus, sondern weil ihre Arbeiten ausgewählt wurden.

Dr. Bauer, IG Kunst im Park, eröffnet die Ausstellung. – Bild: Bronisz

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Joachim Bauer, IG Kunst im Park und Chef des Kölner Grünflächenamtes. Dr. Bauer führte die Geschichte auf, wie es zu dieser Veranstaltung kam und ging auch auf die Geschichte des Zollstocker Vorgebirgspark ein. Dr. Sabine Müller, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Rodenkirchen, richtete nicht nur Grußworte an die Gäste und künstlerinnen, sondern knüpfte auch an die Ausführungen Dr. Bauers an und zeigte an Hand eines Lageplans, welches die Stellen der Ausstellung sind. Konkret ging dann Peter Lodermeyer, IG Kunst im Park, auf die ausgestellten Installationen ein.

So z.B. auf die Arbeiten von Alice Musiol, die in ihrer für den Vorgebirgspark ausgestellten Installation für den Außenraum zum ersten Mal Gymnastikstreifen verwendet hat. Oder die Installation „Des Dieners Hoheit“. Eine Installation von 2,20 Meter Höhe und einer Länge von 72 Metern.

„Terminus Herbaceus“. Installation von Naomi Liesenfeld – Bild: Bronisz

Naomi Liesenfeld begeisterte mit „Terminus Herbaceus“. Ein Projekt, das eigens für den sog. „Staudengarten“ im Vorgebirgspark realisiert wurde. Naomi Liesenfeld beschäftigt sich mit den Grundlagen künstlerischer Produktion, insbesondere, wie es im Folder über sie heißt, den Basisfragen der Malerei. Sie ist eben nicht nur eine Malerin, sondert findet dabei Wege, die sie auch über das Feld der Malerei hinausführt. So geschehen im Staudengarten, wo neben den unterschiedlichen Blütezeiten der Pflanzen, welche Aufblühen und Verwelken symbolisieren, auch farbliche Keramikobjekte zum Einsatz kommen.

„Zielübung“ oder „Target Practice“. Dies war wohl ein ungewohnter Anblick im Seerosenteich. Zwei sich dem Rücken zugewandte Kajak-Fahrerinnen, Heck an Heck und im geringen Abstand, die ihre Paddel ruhig halten. Für mich ein oder das Highlight dieser Veranstaltung. Und zu Recht verweist Peter Lomeyer im Folder darauf, dass man diese Art der Kunst durchaus als „Zeitgenössische Version des Tableu vivant“ bezeichnen könnte. Also ein regungsloses Verharren bis man selber zum Bild wird. Und dies ist auch durchaus gelungen. Hier sei noch darauf hingewiesen, dass die Damen natürlich zwischendurch auch die Paddel anders gehalten und auch mal Pause gemacht haben. Denn es ist schon eine reife Leistung und sicherlich auch muskelkaterfördernd, sieben Stunden, wenngleich auch mal mit Pausen, regungslos zu verharren.

Hier gibt es natürlich eine Bilderstrecke, die sicherlich mehr sagt, als das Geschriebene.

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