Schließung von Sparkassenfilialen im Bezirk

Sparkasse Koeln-Bonn

Rodenkirchen Stadtbezirk – In der letzten Ratssitzung hatte der Rat der Stadt Köln mehrheitlich gegen den Wunsch der Bezirksvertretung, die Sparkassenfilialen der Sparkasse Köln/Bonn in Meschenich, Godorf und Raderthal zu erhalten, votiert.

Die Filialen der Sparkasse Koeln-Bonn in Meschenich, Godorf und Raderthal werden geschlossen. – Symbolbild: Bronisz

Bereits in der Juli-Sitzung gab es eine Debatte zur geplanten Schließung dieser Filialen in der Bezirksvertretung. Die eingeladenen Vertreter der Sparkasse brachten dabei zum Teil abstruse Vorschläge, wie z.B. einen „Geldbringdienst“, ein, um die mit den geschlossenen Filialen entstehenden Probleme abzumildern. Zudem sollten Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker vor Ort bestehen bleiben.

Die Bezirksvertreter sprachen sich mehrheitlich gegen eine Schließung der Filiale Meschenich aus und fassten in einem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und FDP folgenden Beschluss: „Vor dem Hintergrund des städtischen Antrags zum  EU-Förderprogramms „Starke Quartiere-Starke Menschen“ und des Sozialraumprogramms „Lebenswerte Veedel“ wird der Rat der Stadt Köln gebeten, den Verwaltungsrat der Sparkasse zu bitten, dass die Zweigstelle in Köln-Meschenich angesichts des sozialen Umfeldes sowie der peripheren Stadt- und Verkehrslage innerhalb des Stadtbezirks K-Rodenkirchen erhalten bleibt. An allen, etwaigen Schließungsstandorten sollen neben den zugesagten Geldautomaten auch Kontoauszugsdrucker zur Verfügung gestellt werden.“

Mit dem Ratsbeschluss vom 22. September hat der Rat u.a. gegen die Stimmen von DIE LINKE., FDP, Piraten, Deine Freunde und den Vertreter der „Freien Wähler“ den Beschluss der Bezirksvertretung ignoriert und die Schließung der Filialen beschlossen. Lediglich Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker werden zur Verfügung gestellt.

Gerade in Meschenich und Godorf, zwei Stadtteile die am äußeren Stadtrand liegen, ist die Schließung auch für die soziale Infrastruktur schädlich. Die dort lebenden Menschen müssen nun lange Wege in Kauf nehmen, um ihre Geldgeschäfte abwickeln zu können. Die Entscheidung des Rates ist nicht nur enttäuschend, sondern auch im hohen Maße ärgerlich.

Artikel drucken

Share This:

1 Kommentar

  1. Wenn man bedenkt, dass die SPARKASSE im Kölner Messe-Skandal Millionen versenkt hat und jetzt Alte und Kranke die Zeche für jahrelanges Missmanagement und die Folgen der Niedrigzinspolitik aufgrund der EURO-Krise zahlen sollen, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln. Das ist meines Erachtens mit dem „öffentlich-rechtlichen“ Auftrag der SPARKASSE nicht vereinbar.

Kommentare sind geschlossen.