Rauchmelder – Neues Betätigungsfeld für Betrüger

Rauchmelder. Neues Betätigungsfeld für Betrüger. - Bild: Bronisz

Köln – Seit Januar 2017 müssen auch Wohnungen, die vor April 2013 gebaut wurden, mit Rauchmeldern nachgerüstet werden. Ob eine Rauchmelderpflicht sinnvoll ist oder ob dies in der Freiwilligkeit der Mieterinnen und Mieter bzw. Eigentümerinnen und Eigentümer von Häusern und Wohnungen liegen sollte ist sicherlich eine Diskussion wert. Dass jedenfalls die Wirtschaft und damit die Rauchmelderindustrie angekurbelt wurde, steht jedenfalls außer Frage.

Mit der Rauchmelderpflicht wurden aber auch in einem ganz anderen „Unternehmensbereich“ Begehrlichkeiten geweckt. So geschehen in Köln-Lindweiler. Dort gab sich einem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers zu Folge in einem Seniorenheim ein junger Mann als „Rauchmelderprüfer“ aus. Unter dem Vorwand die Rauchmelder prüfen zu müssen klingelte der als Monteur verkleidete Betrüger gegen 15:30 Uhr bei einem 80-jährigen Bewohner. Nach dem der Betrüger die Rauchmelder „geprüft“ hatte, erklärte er dem betroffenen Senior, dass ihm eine Rückzahlung zustehen würde. Hierzu müsse er nur seine Kontonummer und seine Geheimzahl in das Kartenlesegerät eingeben. Und genau das Tat das Opfer dann auch.

Rauchmelder können bei einem Brand leben retten. – Bild: Bronisz

Nach dem der Betrüger die Wohnung verlassen hatte, stellte das Opfer fest, dass seine EC-Karte fehlt. Daraufhin rief der Senior die Polizei. Mit seiner EC-Karte wurden bereits mehrere hundert Euro abgehoben.

Rauchmelder werden üblicherweise mit der regelmäßigen Heizungsablesung geprüft. Monteure haben keine Kartenlesegeräte und fordern auch nicht die Angabe von Konto- und Geheimnummern. Mit der Rauchmelderpflicht hat sich nun ein weiteres Betätigungsfeld für Betrüger aufgetan, die nun neben Heizungen, Wasser- und Gasleitungen, jetzt auch Rauchmelder „prüfen“.

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