Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Hindu und Sikhs sind besonders gefährdet. - Bild: Bronisz

Köln – Mehrere hundert Menschen demonstrierten heute auf dem Bahnhofsvorplatz gegen die Abschiebungen nach Afghanistan. Besonders betroffen sind die Hindu und Sikhs, die als religiöse Minderheiten politischer und religiöser Verfolgung bis hin zu Mord und Körperverletzung ausgesetzt sind. Aus diesem Grund forderten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf, die Abschiebungen zu stoppen und Afghanistan nicht weiter als „Sicheres Herkunftsland“ zu bezeichnen.

Landessprecherin Özlem Demirel, DIE LINKE., sprach zu den Demonstranten. – Bild: Bronisz

Noch immer herrscht Krieg in Afghanistan und die Taliban sind wieder auf dem Vormarsch. Dass Afghanistan von der Bundesregierung mal eben zu einem „Sicheren Herkunftsland“ gemacht wurde liegt nicht an der Sicherheitslage Afghanistans, sondern vielmehr an der politischen Stimmung in Deutschland. Diese Stimmung sorgt auch für Zugeständnisse an das rechte Wählerspektrum. Auf Kosten der Menschlichkeit. Eine „Wehrhafte Demokratie“ sieht freilich anders aus …

Als vier Kinder auf die Bühne traten und ihre Wünsche von einem Leben in Frieden und Freiheit vortrugen gab es viel Beifall. Ob ihre Wünsche Berlin erreichen ist jedoch fraglich. Unterstützung kam indes von den Linken. Landessprecherin Özlem Demirel sprach zu den Demonstranten und zeigte nicht nur Verständnis für ihre Forderungen, sondern versicherte ihnen, dass DIE LINKE. an ihrer Seite steht.

Bleibt zu hoffen, dass die Regierung die Abschiebungen sofort stoppt und Afghanistan nicht mehr als sicheres Herkunftsland sieht.

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