„PRO NRW“-Aufmarsch erfolgreich gestört

Köln – Etwa 500 Gegendemonstranten trafen am gestrigen Sonntag auf dem Breslauer Platz ein, um gegen eine Kundgebung von „PRO NRW“ zu demonstrieren. „PRO NRW“ nutzte die Anschläge und die vielen Toten von Paris aus, um wieder einmal üble Hetze verbreiten zu können.

Die übliche Hetze vom "PRO NRW"-Vorsitzenden Markus Beisicht. - Bild: © 2015 Bronisz
Die übliche Hetze vom „PRO NRW“-Vorsitzenden Markus Beisicht. – Bild: © 2015 Bronisz

Auch wenn sich „PRO NRW“ selbst den Anschein einer demokratischen Vereinigung gibt. Die Realität ist eine andere. Auch gestern konnte man wieder gut sehen und dokumentieren mit welchen Kräften sich die selbsternannte Bewegung umgibt und zusammenarbeitet. Neonazis aus Hamburg und Dortmund, die „Division Braune Wölfe“ und Melanie Dittmer, die Wehrsportübungen und Messerkämpfe trainiert. Da werden Erinnerungen an das Attentat auf unsere jetzige Oberbürgermeisterin Henriette Reker wach. Wenn schon über ein NPD-Verbot diskutiert wird, dann muss konsequenterweise auch über ein Verbot der „PRO-Bewegung“ gesprochen werden.

Mit rund 100 Teilnehmern wartete „PRO NRW“ am Breslauer Platz auf, um rechtes Gedankengut unter das Volk zu streuen. Doch dank der zahlreichen Gegendemonstranten, zu denen auch die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes gehörte, ging auch dieses Mal die Kundgebung der PROs nach hinten los. Gegenüber der „Kölnischen Rundschau“ sagte Scho-Antwerpes: „Jeder Einzelne von denen ist zu viel für unsere bunte, friedvolle Stadt. Es ist eine Schande, dass wegen so ein paar Hansel so ein Aufgebot an Polizei nötig ist, obwohl die Polizei gerade jetzt wichtigeres zu tun hätte.“ Recht hat sie.

Viele Gegendemonstranten störten die rechte Kundgebung erfolgreich. - Bild: © 2015 Bronisz
Viele Gegendemonstranten störten die rechte Kundgebung erfolgreich. – Bild: © 2015 Bronisz

Während der Auftaktkundgebung der Rechten gab es schon zu Anfang „Sieg Heil“-Rufe und eine Rednerin erwartet eine Anzeige wegen Volksverhetzung. Nach ihrer Kundgebung brachen die Teilnehmer der rechten Kundgebung zu einer Demonstration entlang der „HogeSa-Route“ durch die Kölner Innenstadt auf.

Eine kleine Bilderstrecke gibt es hier.

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