PRO Köln Sommerfest – Eine Provokation

Sommerfest von PRO Koeln in der Marktstrasse Raderberg - Bild: © 2015 Bronisz

Raderberg – Als ärgerliche Provokation empfanden nicht nur die an der Marktstraße wohnenden Flüchtlinge das „Sommerfest“ von „PRO Köln“ und „PRO Deutschland“ neben den Flüchtlingswohnungen. Auch die Anwohner und weite Teile der Zivilgesellschaft empfanden dies, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund brennender Flüchtlingsheime und den Toten durch Schlepperbanden, ebenso.

Sommerfest von PRO Koeln in der Marktstrasse Raderberg
Geistige Brandstifter unter sich. Manfred Rouhs, Michael Gabel und Markus Wiener. – Bild: © 2015 Bronisz

Sowohl aus Richtung Kierbergerstr. und Bischofsweg, als auch aus Richtung Bonnerstr. kamen mehrere hundert Demonstranten, um den Zugang zum „Sommerfest“ der PRO-Bewegung zu blockieren. Nur vereinzelt schimpften genervte Anwohner über den Umstand, dass sie durch die Blockade zu ihren Wohnungen mussten. Überwiegend zeigte man trotz des Frustes Verständnis und manche gesellten sich auch zu den Demonstranten. „Die Flüchtlinge“, so eine Anwohnerin, „sind unsere Nachbarn.“ Anwohner und Geschäftsleute wurden durch die Polizei informiert, dass die Marktstraße im Abschnitt ab Bischofsweg bis Großmarkt gesperrt wird. Sie hatten aber natürlich Zugang zu ihren Wohnungen bzw. Kunden zu den Geschäften. Zu einer unschönen Szene kam es dann allerdings, als die Rednerin von „Kein Mensch ist illegal“ zu den Demonstranten in Höhe des Großmarktes wollte. Sie wurde nicht durchgelassen und musste einen Umweg nehmen, um zu den Demonstranten zu gelangen.

Unnötiger Umweg für eine Rednerin. - Bild: © 2015 Bronisz
Unnötiger Umweg für eine Rednerin. – Bild: © 2015 Bronisz

In den Reden wurden besonders die vielen Angriffe auf die Flüchtlingsheime, sowie die vielen Toten welche die Schlepper auf dem Gewissen haben hervorgehoben. Vor allem aber wies man darauf hin, dass die Veranstalter des Sommerfestes geistige Brandstifter sind. Es wurde eine Schweigeminute eingelegt und den vielen Toten gedacht.

Die Stadtgesellschaft wehrt sich. - Bild: © 2015 Bronisz
Die Stadtgesellschaft wehrt sich. – Bild: © 2015 Bronisz

Unter einigen Demonstranten kam die Sorge auf, die Polizei würde nur das Sommerfest von PRO Köln, nicht aber die Flüchtlinge schützen. Dem war aber nicht so und auf Nachfrage bestätigte die Polizei auch, dass man selbstverständlich auch die Flüchtlinge im Blick habe und, sollte sich etwas anbahnen, sie entsprechend schütze. Vermutlich war die Sorge, zumindest an diesem Tag, nicht nötig, denn das „Sommerfest“ wurde von den geistigen Brandstiftern, nicht aber vom mitlaufenden, flüchtlingsheimanzündenden Mob ausgerichtet. Die „PRO Bewegung“ geriert sich gerne als seriös, demokratisch und bürgerlich. Übergriffe auf Flüchtlinge würden diese Maskerade jedoch zerstören. Insofern, so paradox das auch klingt, konnte man davon ausgehen, dass nichts passiert.

Vermutlich ging es bei dem „Sommerfest“ im Kern um den Zusammenschluss von „PRO Köln“ und „PRO Deutschland“ die einen Landesverband NRW aufbauen möchten. Etwa um die 40 Teilnehmer des „Sommerfestes“ trafen bis gegen Nachmittag in der Markstraße ein.  Viele Besucher kehrten angesichts der vielen Demonstranten wieder um. Die Stadtgesellschaft hat sich heute wieder erfolgreich gegen rechts gestellt. Und das ist auch gut so.

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2 Kommentare

  1. Wenn ich das richtig verstanden habe, konnten die Rechten ungehindert zu ihrem „Sommerfest“, während die Polizei den GegendemonstrantInnen Platzverbot erteilte!
    Ist denn da bei denen immer noch nicht der Groschen gefallen, dass man die Rechten in ihrem Agieren vor Flüchtlingsheime behindern muss, indem man denen Platzverweis erteilt, statt sie gewähren zu lassen?

Kommentare sind geschlossen.