Passagen 2017 – Kunst in Zollstock, Sülz und Klettenberg

Der Tunnel ist nicht immer so gut beleuchtet. - Bild: Bronisz

Zollstock – Auch in diesem Jahr fanden die „Passagen“ und das Design-Event „Design 18/12“ in Zollstock, Sülz und Klettenberg statt. Wie schon im letzten Jahr gab es in diesen Stadtteilen in zahlreichen Ausstellungsräumen und Geschäften Kunst zum bestaunen und anfassen. Über die Berrenratherstr, Luxemburgerstr. und dem Gottesweg fanden sich für kunst- und kulturinteressierte Menschen vom 16. bis 22. Januar 2017 viele Gelegenheiten, Kunst wahrzunehmen.

Malerei von Christian Hein. – Bild: Bronisz

So gab es für mich die Gelegenheit, während der „Passagentour“ am Freitag, auch ein Atelier auf dem Gottesweg 149 zu besuchen. Hier stellte der Maler Christian Hein im Atelier von Esther und Julia Lange seine Malereien aus. Das besondere an seinen Malereien ist, dass er dazu textile Untergründe wie Tücher oder auch Bekleidung verwendet.

Insgesamt nahmen an den diesjährigen Passagen 26 Aussteller, darunter 3 Hochschulen, teil. Einige waren schon im letzten Jahr dabei, andere kamen neu hinzu, wie z.B. die Ausstellungen auf der Berrenrather Straße. Sie alle hier aufzuführen würde freilich den Rahmen sprengen. Deswegen verweise ich gerne auf die Internetseite der Aussteller. Jedoch gab es nicht nur Kunst zu sehen und zu besprechen. Auch ein für die Zollstocker Lokalpolitik noch immer aktuelles Thema wurde angesprochen.

Im Tunnel auf dem Gottesweg, der gleichzeitig auch die Grenze zwischen Zollstock und Klettenberg darstellt, fanden sich einige Graffitis, die am Ende der Veranstaltung auch versteigert werden. Der Tunnel selbst ist aber leider noch immer ein Politikum. Denn einher mit der Veranstaltung geht auch immer noch die Forderung nach einer vernünftigen Beleuchtung. So wie sie auch wärend der Passagen 2017 eingeschaltet wurde. Für viele Menschen stellt der Tunnel insbesondere in den Abend- und Nachtstunden ein Angstraum dar. Da kann man den Bürgerinnen und Bürgern nur raten, selber tätig zu werden und mit einer Bürgereingabe auch ein wenig Druck auf Verwaltung und Politik zu machen.

Graffiti im Tunnel Gottesweg – Bild: Bronisz

Alles in allem war der Freitag ein halb dienstlicher, halb künstlerischer Tag. Jedenfalls gilt es die Kunst- und Kulturszene in ihren Belangen auch weiterhin zu unterstützen. Viele Schätze liegen im Verborgenen, weit ab von der „Kommerziellen Kunst“, und werden so einfach nicht beachtet. Die „Passagen“ bieten Gelegenheit, diese Schätze auszugraben und interessierten Menschen zugänglich zu machen.

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