Ortstermin im ehemaligen Bonotel

Fluechtlingsunterbringung im ehemaligen Bonotel Marienburg.

Marienburg – Bei einem Ortstermin im ehemaligen Bonotel an der Bonnerstraße klärte der Leiter des kölner Wohnungsamtes, Josef Ludwig, die anwesenden Ratsmitglieder und mich als Bezirksvertreter der Bezirksvertretung Rodenkirchen über den aktuellen Sachstand zum Umbau in eine Flüchtlingsunterkunft auf.

Wannen, Duschen und WCs mussten abgebrochen werden. - Bild: Bronisz
Wannen, Duschen und WCs mussten abgebrochen werden. – Bild: Bronisz

Bekanntermaßen sind die Kosten für die dort geplante Flüchtlingsunterbringung durch notwendig gewordene Sanierungsmaßnahmen deutlich gestiegen. Zum einen gab es Probleme mit dem Brandschutz, zum anderen wurde durch Rohrbrüche in den Wasserleitungen offenbar, dass auch diese erneuert werden müssen. Die Rohre waren mit Epoxidharz verunreinigt, ein Harz, dass typischerweise auch zum Abdichten verwendet werden kann, in Deutschland aber dafür nicht erlaubt ist. Denn wenn durch die Rohre Wasser fließt wird sog. „Weichmacher“ aus dem Epoxid gespült und belastet als krebserregender Stoff das Trinkwasser.

Speisesaal im ehemaligen Bonotel. – Bild: Bronisz

Das Gebäude wurde im Juni 2014 für 5,8 Millionen Euro durch die Stadt im Rahmen einer Versteigerung erworben. Zwischen 150 und 180 Personen sollten bereits dort untergebracht sein. Durch die unerwarteten Sanierungsmaßnahmen verzögerte sich jedoch nicht nur die Inbetriebnahme, auch die Kosten stiegen bereits deutlich und werden vermutlich nach dem Umbau bei über 9 Millionen Euro liegen. Dennoch stellt die Entscheidung, dass Bonotel zu ersteigern und instand zu setzen, immer noch die wirtschaftlichere und bessere Variante dar. Dies hat die Verwaltung in ihrem 8. Bericht an den Ausschuss Soziales und Senioren auch plausibel dargelegt.

Die Umbauarbeiten im Bonotel gehen zügig voran. Um die Rohre komplett entfernen zu können mussten die Wannen, Duschen und Toiletten komplett abgebrochen werden. Diese Maßnahmen werden z.B. in etwa drei Wochen abgeschlossen sein. Ich gehe davon aus, dass die Inbetriebnahme des ehemaligen Bonotels als Flüchtlingsunterkunft im ersten Quartal 2017 erfolgen kann.

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