Oben auf statt unten durch – Infostand in Zollstock

Infostand der Linken in Köln-Zollstock. - Bild: Bronisz

Köln – Mit einem Infostand in Köln-Zollstock informierte DIE LINKE., OV Köln-Innenstadt/Rodenkirchen, die Bürgerinnen und Bürger über den Unsinn der Stadt, eine weitere U-Bahn in der Ost-West-Achse zu bauen. Dabei wurden nicht nur Gespräche geführt, sondern auch Broschüren verteilt, aus denen man entnehmen konnte, warum eine oberirdische Bahn sinnvoll ist.

Verkehrsdezernentin Blome präferiert einen Tunnel. – Bild: Bronisz

Bereits am 17.03.2018 gab es im Rathaus eine Art Bürgerinformation der Stadt und der KVB. Hier darf aber kritisch angemerkt werden, dass man diese auch als manipulativ auffassen konnte. Schon Verkehrsdezernentin Andrea Blome verließ den Boden der Neutralität und stellte klar, dass sie die Tunnel-Variante präferiere, weil sie in Düsseldorf schon mit dem Bau einer U-Bahn betraut war. Ein eher mäßiges Argument für einen Tunnel. Auch KVB-Chef Jürgen Fenske ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass auch er ein Fan einer Tunnel-Lösung ist. Insofern wurde der „Bürger-Dialog“ dann schon ein Stück weit gelenkt.

DIE LINKE. in Köln spricht sich hingegen für eine oberirdische Lösung aus und hat ihre Argumente in einer Broschüre zusammengefasst und verteilt. Mit einer oberirdischen Lösung erreicht man nicht nur weniger Autoverkehr in der Stadt, sondern auch, dass 50-800 Millionen € in wichtigere ÖPNV-Projekte

KVB-Chef Jürgen Fenske hätte auch gerne einen Tunnel. – Bild: Bronisz

investiert werden können. Darunter z.B. die Anbindung von Rondorf und Meschenich durch den vierten Bauabschnitt der Nord-Süd-Stadtbahn.

Mit dem gestrigen Zollstocker Infostand konnten dann auch zahlreiche Zollstockerinnen und Zollstocker erreicht und hoffentlich auch überzeugt werden. Jedenfalls war man den Argumentationen nicht abgeneigt.

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