Neujahr – Wenn der Müll ans Licht kommt

Silvesterfeuerwerk in Koeln-Zollstock. - Bild: © 2015 Berthold Bronisz

Köln – Wohl die meisten Kölner haben auch zum Jahreswechsel 2012/2013 ausgelassen gefeiert und sich ein schönes Feuerwerk gegönnt. Doch ein Feuerwerk zum Jahreswechsel hat auch seine Nachteile. Zum einen besteht eine erhöhte Gesundheitsgefährdung durch extreme Feinstaubbelastung, zum anderen bleibt wohl keine Straße von der Vermüllung, die ein Feuerwerk nach sich zieht, verschont.

Feuerwerk an Silverster. - Bild: © 2013 Berthold Bronisz
Feuerwerk an Silverster. – Bild: © 2013 Berthold Bronisz

Um nicht missverstanden zu werden. Ich möchte hier nicht als „Moralapostel“ oder gar als „Spaßbremse“ auftreten. Dennoch sollte es jedem einmal ins Bewusstsein treten, dass auch ein Silvesterfeuerwerk extrem umweltbelastend und gesundheitsgefährdend ist.

Wie an keinem anderen Tag im Jahr ist der erste Tag des Jahres, der Neujahrstag, so extrem mit Feinstaub belastet, dass dies gesundheitsgefährdend ist. 1000 µg/m³ Feinstaub sind in den ersten Stunden als „normal“ anzusehen. Nicht nur, dass man tränende Augen bekommt oder ein Kratzen im Hals verspürt, auch krebserregend kann der Qualm der Feuerwerkskörper durchaus sein.

Der Müll danach. - Bild: © 2013 Berthold Bronisz
Der Müll danach. – Bild: © 2013 Berthold Bronisz

Auch andere Hinterlassenschaften kann man nach einem Silversterfeuerwerk in den Straßen bewundern. So gibt es wohl keine Straße in Köln die nicht durch Verpackungen, in denen das Feuerwerk zuvor verpackt war, leere Wein- oder Bierflaschen etc. übersät ist. Auch dieser Müll wirkt sich nicht wohltuend auf die Umwelt aus. Zudem findet man ihn auch oft dort, wo ein Abfalleimer nur wenige Meter entfernt ist.

Selbst wenn kein Abfalleimer in der Nähe sein sollte, kann doch jeder seinen Müll im Hausmüll entsorgen. Der herumliegende Müll ist am nächsten Morgen ein Ärgernis und eine Beleidigung fürs Auge. Zudem könnte man eine Menge Geld einsparen, welches eine Entsorgung kostet. Und auf eine Gebührenanhebung bei der Entsorgung ist wohl auch niemand scharf. Immerhin sind die Kommunen auch so ziemlich Pleite … Jedenfalls hat die Vermüllung mit Spaß nichts mehr zu tun und man wird unweigerlich an die vermüllten Parks während der Grillsaison erinnert.

Also ganz einfach mal darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller ist, seinen Müll selber zu entsorgen anstatt ihn einfach liegen zu lassen. Dies schont die Umwelt und vielleicht auch den Geldbeutel.

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