Neue Unfallstatistik für die Geschäftszeile am Höninger Weg

Fahrradschutzstreifen können helfen Unfälle zu vermeiden. - Bild: © 2011 Bronisz

Zollstock – Noch immer ist der Höninger Weg, besonders im Abschnitt der Geschäftszeile zwischen Sibille-Hartmann-Straße und Gottesweg, unfallauffällig. Recht häufig geschehen hier Unfälle die zumeist zwar mit Bagatellschäden enden, aber ein bereits tödlicher Unfall im Jahr 2011 und weitere Unfälle mit Leicht- und Schwerverletzten zeigen, dass hier ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential vorhanden ist.

Unfall auf dem Hoeninger Weg vor dem Lottogeschaeft.
Ein Unfall von vielen auf dem Höninger Weg – Bild: © 2015 Bronisz

Auch in den letzten Tagen hat es in diesem Abschnitt immer wieder Unfälle gegeben. So rammte eine Straßenbahn einen Bauschutt-Container, der auf dem Parkstreifen in Höhe des Rewe-Marktes abgestellt wurde. Dieser Unfall steht nur Beispielhaft für viele Unfälle, die sich in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hier ereignet haben. So stellt auch der fehlende Fahrradschutzstreifen noch immer eine unnötige Gefahrenquelle dar, denn immer wieder geraten Fahrradfahrer in die Schienenrillen, stürzen und verletzen sich. Leider tauchen solche Unfälle in den Statistiken kaum auf, da die meisten Radfahrer nach dem Sturz sich mit ihren oftmals beschädigten Fahrrädern vom Unfallort entfernen ohne den Unfall zu melden.

Es gibt eine Unfallstatistik die der Bezirksvertretung 2011 vorgelegt wurde und die Unfälle zwischen 2006 und 2011 dokumentieren. Danach wurde der Bezirksvertretung keine weitere Statistik vorgelegt. Um das zu ändern habe ich nun eine erneute Anfrage an die Verwaltung gestellt, um zu sehen ob es eine Zunahme an Unfällen im Abschnitt zwischen Sibille-Hartmann-Straße und Gottesweg gegeben hat.

Unfallstatistik aus dem Jahr 2011
Unfallstatistik aus dem Jahr 2011

In der Diskussion, um die Vermeidung von Unfällen, insbesondere auch mit Beteiligung von Radfahrern, wird der Höninger Weg daher auch weiterhin im Gespräch bleiben. Versuche hier Abhilfe zu schaffen scheiterten leider schon des öfteren. Sei es bei einem eigens einberufenen Kolloqiums oder in der Frage um eine Quartiersgarage. Natürlich kann man nach dem Motto verfahren „Ein bisschen Verlust ist immer“ und die Unfälle als „Kollateralschaden des Umbaus 2006/2007“ sehen, man kann aber auch ernsthaft versuchen, einen Kompromiss zwischen allen Beteiligten zu erreichen. So sehen die ortsansässigen Geschäftsleute ihren Umsatz gefährdet wenn z.B. die Parkstreifen durch Fahrradschutzstreifen ersetzt würden. Aber was wiegt denn schwerer? Die körperliche Unversehrtheit und das Leben der Verkehrsteilnehmer oder wirtschaftliche Interessen der Geschäftsleute? Eine Frage die sich eben doch sehr leicht beantworten lässt und bei der man auch nicht lange überlegen muss.

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