Mit Kurzstreckenticket kein Umstieg mehr möglich

Einzelticket bedeutet Fahrpreissteigerung für Kölnpass Inhaber. - Bild: Bronisz

Köln – Vermutlich sind einige Kunden der KVB schon ab Januar unfreiwillig zu Schwarzfahrern geworden. Denn seit Anfang Januar gilt, dass mit einem Kurzstreckenticket, 1,90€, nicht mehr umgestiegen werden kann. Selbst in Teilen der Politik zeigt man sich überrascht und gibt zu, dass man diesen Passus in der Beschlussvorlage schlicht überlesen hat. Eine Aussage, die bei den Kunden der KVB überhaupt nicht gut ankommt.

Diese eigentlich eher sehr schlecht versteckte Preiserhöhung, und ein für eine Kurzstrecke mit 1,90€ ohnehin viel zu hoch angesetzter Fahrpreis, trägt nicht dazu bei, Autofahrer zum Umstieg auf den viel beworbenen ÖPNV zu bewegen. Denn im Grunde ist es sogar eine Fahrpreisverdoppelung, wenn man nach zwei Stationen umsteigen und dann noch einmal den vollen Fahrpreis berappen muss. Warum sollte man dann auf den ÖPNV zurückgreifen?

Erschreckend ist aber auch, dass sich Politiker, wie es einige in den Medien auch schon einräumten, nicht die Mühe gemacht und die Beschlussvorlage komplett gelesen, sondern einfach nur durchgewunken haben. Lediglich DIE LINKE. scheint hier ihre Hausaufgaben gemacht zu haben und hat auch ein entsprechendes Statement veröffentlicht. So heißt es auf der Website der Ratsfraktion: „Wir haben gegen alle Preiserhöhung im VRS gestimmt. DIE LINKE im Rat der Stadt Köln wird sich dafür einsetzten, dass diese Verschlechterung beim Kurzstreckenticket wieder rückgängig gemacht wird.“

Bleibt die Frage, warum haben das die anderen Fraktionen nicht auch gemacht?

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