Mieterprotest vor dem Haus Baden

Banner und Transparent am Haus Baden. - Bild: Bronisz

Köln – „Die Kündigung muss erfolgen, da wir ansonsten bei einer Fortführung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung gehindert sind.“ So heißt es in dem Kündingsschreiben, den die Mieterinnen und Mieter im Haus Baden in der Kölner Südstadt unlängst erhalten haben.

Wegen der Kündigungen fand nun am gestrigen Dienstag eine Kundgebung mit anschließendem Demon-Zug vor dem Haus Baden in der Kölner Südstadt statt. „Die gekündigten Mietverträge weisen teilweise stolze 11,50 Euro/m² auf. In dem Kündigungsschreiben nennt Haus Baden Zielmieten von 18 Euro/m² die in der Trajanstraße 10 zu realisieren sind. Das lässt sich wiederum mit Fug und Recht als extrem unsozial bezeichnen. Seit 2011 leitet die Generation der Enkel die Geschäfte des Unternehmens. Ihre Geschäftspolitik orientiert sich an maximalen Renditen und hat mit den sozialen Zielen nichts mehr zu tun, für die das Haus Baden früher einmal stand.“, meint Mietrebell Kalle Gerigk, Mitinitiator der Kundgebung und Aktivist bei „Recht auf Stadt“.

Der Demozug macht sich auf den Weg durch die Südstadt. – Bild: Bronisz

Bei solchen Mietpreisen muss man von einer Gentrifizierung sprechen, denn jemand mit geringem Einkommen wird sich solche Mieten nicht leisten können. Und die Südstadt, in der sich das Haus Baden befindet, ist schon seit längerem in den Fokus Besserverdienender gerückt. Für die betroffenen Mieterinnen und Mieter bedeutet die Kündigung nicht nur einen Wohnungsverlust, sondern auch der Verlust ihres sozialen Umfeldes. Damit wirkt eine Wohnungskündigung doppelt belastend.

Wer die Mieterinnen und Mieter unterstützen möchte, kann sich an dieser Petition beteiligen.

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