Mehr Honorar für VHS-Dozenten

Protest von VHS-Dozenten auf der Mai-Kundgebung 2016. - Bild: Bronisz

Köln – Wie erwartet, hat der Rat der Stadt Köln in seiner gestrigen Sitzung u.a. auch dafür gesorgt, dass Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschule Köln deutlich höhere Honorare erhalten als bisher. Ab Januar erhalten sie nun ein Honorar von 35 Euro und damit mehr, als es die Verwaltung mit 26 Euro bzw. 28 Euro vorgeschlagen hatte.

Schon seit Sommer zahlt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, für Integrationskurse 35 Euro. Die Kolleginnen und Kollegen der Kölner Volkshochschule, die mit ihren Kursen „Deutsch als Fremdsprache“ aber nahezu identischen Unterricht gaben, erhalten bisher 23 Euro und werden damit ungleich behandelt. Dies führte einerseits zu Unverständnis bei den Lehrkräften und andererseits zur Sorge bei der Stadt, dass diese Kräfte abwandern. Schon zu Beginn des zweiten Semesters hatten Lehrkräfte im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ fünf Kurse abgesagt. Zudem war auch damit zu rechnen, dass ab Januar Lehrkräfte abwandern würden.

Mit der gestrigen Entscheidung ist zumindest vorerst die Stadt diese Sorge los. Und so meint auch die zuständige Dezernentin für Jugend, Bildung und Sport, Dr. Agnes Klein: „Ich bin sehr froh, dass diese Honorarangleichung doch noch gelungen ist, weil damit die wertvolle Integrationsarbeit der Dozierenden für unsere Stadtgesellschaft unterstrichen wird.“

Dennoch bleibt die VHS noch immer ein Problemfall. Denn mit ihren an die hundert als Vollzeitbeschäftigte „Scheinselbstständige“ auf Honorarbasis angestellten Personen gibt es noch immer das Problem fehlender sozialer Absicherung und Mitbestimmungsrechte. Hier müssen Rat und Verwaltung ebenfalls für Abhilfe sorgen.

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