Massive Kostensteigerung für Verkehrskreisel in Rodenkirchen

Kreuzung an der Hauptstr./Barbarastr. in Rodenkirchen. - Bild: Bronisz

Rodenkirchen – Die Kosten für den Verkehrskreisel an der Hauptstraße/Barbarastraße in Rodenkirchen sind drastisch gestiegen. Von geplanten 670.000 Euro auf nun mehr 935.000 Euro. Grund für die CDU, in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung einen Dringlichkeitsantrag einzubringen, um die „… Verträge zu den geplanten Arbeiten zur Erstellung eines Verkehrskreisels Barbarastraße /Ecke Hauptstraße  Rodenkirchen nach § 8 VOB / Teil B (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) mit sofortiger Wirkung zu kündigen, sofern die Kosten durch Regressverfahren 75.000 € nicht übersteigen.“

Dass dieser Antrag keine Chance hatte und mit den Stimmen von SPD, Grüne und mir abgelehnt wurde, lag vor allem an den Ausführungen der Verwaltung. Danach wäre bei einer Kündigung mit einer Schadensersatzforderung im sechstelligen Bereich zu rechnen. Hinzu käme, dass die Kreuzung ohnehin saniert werden muss und die Ersparnis nur gering sei.

Dass der Antrag der CDU keine Chance hatte war sicherlich auch der CDU selbst bewusst, war sie doch von Anfang an gegen den Kreisel. Dies äußerte ja auch die CDU in der Sitzung selbst. Dass mit mehr als 75.000 Euro Regressforderung gerechnet werden muss, kann letztlich auch der CDU nicht unbekannt sein. Trotz dieses Wissens  argumentierte sie aber tatsächlich, dass nur die Ampeln gegen neue ausgetauscht werden bräuchten, was keine höheren Kosten als 75.000 Euro verursachen würde. Die restlichen 860.000 Euro können man dann für die Sanierung der Turnhalle des Rodenkirchener Gymnasiums verwenden.

Vermutlich war der CDU-Antrag nur ein „Schaufenster-Antrag“ für die Kreiselgegner. Wäre das anders, müsste man der CDU im besten Falle Unkenntnis unterstellen.

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