Kooperatives Baulandmodell muss auch für Deutsche-Welle-Areal gelten!

In Köln gibt es etwa 420 Hochhäuser mit mehr als 22 Meter Höhe. - Bild: Bronisz

Raderberg – Nach aktuellen Pressemeldungen hat der Baudezernent Höing erklärt, das kooperative Baulandmodell werde für das Deutsche-Welle-Areal außer Kraft gesetzt.

Baudezernent Höing bei der Vorstellung verschiedener Modelle - Bild: © 2015 Bronisz
Baudezernent Höing bei der Vorstellung verschiedener Modelle – Bild: © 2015 Bronisz

Hierzu erklärt Michael Weisenstein, Mitglied des Rates und des Stadtentwicklungsausschusses:
Teure Wohnungen rechnen sich eher als Sozialwohnungen. Deshalb hat der Rat das Kooperative Baulandmodell geschaffen und verpflichtet Investoren, sozialen Wohnungsbau zu berücksichtigen. Das Baulandmodell kann aber nicht für mehr Sozialwohnungen in Köln sorgen, wenn es je nach Wunsch der Investoren außer Kraft gesetzt wird. Das Vorgehen des Baudezernenten lädt Investoren dazu ein, von jetzt an solche Sonderwünsche anzumelden.

Michael Weisenstein weiter:
In Köln fallen jedes Jahr bis zu 1.700 Wohnungen aus der Sozialbindung. Schon die niedrige Quote von 30 % im Kooperativen Baulandmodell gleicht das nicht aus. Wir dürfen diese Quote nicht durch Ausnahmen weiter schwächen.

Zum Vorgehen des Baudezernenten erklärt Michael Weisenstein:
Es ist schon erstaunlich, dass der Baudezernent glaubt, er könne diesen wichtigen Ratsbeschluss außer Kraft setzen. Bislang hat er noch nicht einmal die zuständigen Ausschüsse oder die Fraktionen informiert.

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