Kölner Verkehrswende schaffen! Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel attraktiver machen!

Elektrobusse sind umweltschonend. - Bild: Bronisz

Köln – In einer Pressekonferenz am 06.03. stellte der Kölner Dezernent für Umwelt und Gesundheit Dr. Harald Rau Pläne vor, bei einer Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu erlassen und in Köln eine City-Maut einzuführen.

Michael Weisenstein, Fraktionsgeschäftsführer und Mitglied im Verkehrsausschuss, dazu: „Wenn wir Leute zum Umstieg bewegen wollen, dann müssen wir ihnen eine Alternative zum Auto bieten. Wenn es aufgrund von Grenzwertüberschreitungen zu Fahrverboten kommt, dann müssen zusätzliche Bahnen auf den Linien 4 aus Schlebusch und 1 aus Bensberg eingesetzt werden. Für andere Pendlerstrecken brauchen wir elektrische Schnellbusse. Auf mittlere Sicht müssen wir mehr Park&Ride anbieten, Linien verlängern und neue, z.B. nach Leverkusen bauen.“

Umweltdezernent Rau brachte zudem den Vorschlag auf, durch eine City-Maut den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Michael Weisenstein hierzu: „Busse und Bahnen sind im Vergleich zum Auto zu teuer. Wie kann es sein, dass jemand, der auf einem Park&Ride-Platz parkt und mit der Bahn in die Stadt fährt, mehr zahlt als jemand, der in der Innenstadt für vier Euro am Tag parkt? Unsere Antwort darauf ist das Einwohnerticket, das über eine allgemeine Umlage finanziert wird. So können wir Busse und Bahnen preisgünstig und attraktiv machen!“

Michael Weisenstein weiter: „Wenn CDU, SPD und FDP jetzt von einer Benachteiligung oder Bevormundung der Autofahrer sprechen, dann ignorieren sie, dass die jetzige Situation das Ergebnis ihrer verfehlten Politik ist. Über Jahrzehnte haben sie Verkehrswege nur mit Blick auf den PKW gebaut. Fußgänger, Radfahrer, Busse und Bahnen wurden an den Rand gedrängt. Die Folgen dieser Bevorzugung des Autos sind Stau, Lärm und eine Stadtluft, die krank macht. Wir brauchen jetzt eine Kölner Verkehrswende und dafür muss das Auto Platz abgeben!“

Quelle: Pressemeldung DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln.

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