Keine neue Nutzung an der Bismarck-Säule

Bildnis von Bismark an der Bismarksaeule Koeln-Marienburg. - Bild: © 2015 Bronisz

Marienburg – In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen ging es auch um ein neues Nutzungskonzept für die Bismarcksäule in Marienburg. Die Fraktion der SPD und ich haben einen von mir initiierten gemeinsamen Antrag eingebracht, um prüfen zu lassen, ob eine Nutzung, wie sie einige Studenten der FH-Köln vorgeschlagen haben, möglich ist.

Ansicht der Bismarcksäule vom Rheinufer - Bild: © 2015 Bronisz
Ansicht der Bismarcksäule vom Rheinufer – Bild: © 2015 Bronisz

In der Ausstellung „Achtung Preußen“, die bis zum 25. Oktober zu sehen war, wurden u.a. auch Entwürfe vorgestellt welche die Studenten vorgeschlagen haben. Eine Kletterwand oder Sternwarte waren da nur zwei Möglichkeiten.

Unser gemeinsamer Antrag sah vor, dass sich die Verwaltung ggf. auch mit den Studenten in Verbindung setzen sollte, um Möglichkeiten verschiedener Nutzungen auszuloten. Leider ist eine Nutzung, wie sie durch den Antrag geprüft werden sollte, nicht möglich. Dies führte die Verwaltung, die zur Sitzung anwesend war, vor den Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertretern aus. Sowohl die Säule, als auch das Gelände selbst stehen unter Denkmalschutz. Eine andere Nutzung würde massiv in den Denkmalschutz greifen und ist deshalb auch nicht möglich. Wir haben daraufhin den gemeinsamen Antrag zurückgezogen.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass eine andere Nutzung der Säule bzw. des Geländes nicht möglich ist. Hier hätte sich die Chance ergeben, neben anderen Nutzungen sich auch mit dem nationalen Konservatismus kritisch auseinander zu setzen. Diese Möglichkeit besteht nun nicht. Zwar wird das Gelände zur Zeit saniert und zukünftig auch barrierefrei sein. Aber das war es dann auch schon. Selbst das sanierte Gelände und die Säule wird mit der Zeit wieder dem Verfall anheim fallen. Eine andere Nutzung hätte dies womöglich vermeiden können.

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