Katastrophale Unterbringung – Schnelle Alternativen gefordert

Demonstration von City of Hope auf dem Rathausplatz in Koeln

Köln – Während auf der Rückseite des Kölner Rathaus, dem Theo-Burauen-Platz, eine auch medial beachtete Demonstration der Kölner Feuerwehr für den Brandschutzbedarfsplan stattfand gab es auf der Vorderseite und dem Eingang am Rathausplatz eine durch die Medien wenig beachtete, aber dafür dennoch wichtige Demonstration gegen die katastrophale Unterbringung von Flüchtlingen.

Demonstration von City of Hope auf dem Rathausplatz in Köln. – Bild: Bronisz

„Cityofhope“ rief zu dieser kleinen Kundgebung auf, um die Kommunalpolitiker an das noch immer bestehende Unterbringungsproblem zu erinnern.

Bereits im April des Jahres machte „Cityofhope“ mit einer Kundgebung auf dem Roncalliplatz auf sich aufmerksam und demonstrierte gegen Fremdenfeindlichkeit und den stark ansteigenden Übergriffen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte. Eine Demonstration, die erstmals von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern durchgeführt wurde und auch von den Medien beachtet wurde.

Die am 28. Juni durchgeführte Kundgebung war nicht weniger wichtig als jene vom April. Durch die katastrophale Unterbringung in Turnhallen liegen mittlerweile die Nerven der Betroffenen blank. Spannungen und Aggessionen sind die Folge. Die psychische Belastung ist extrem hoch. Kinder, wie die Initiatorin der Kundgebung zu berichten weis, entwickeln sich zurück und werden sogar wieder zu Bettnässern. Ein Problem, dass so nicht bis ins nächste Jahr hineingetragen werden kann.

Leider fand diese Kundgebung diesmal nicht die mediale Aufmerksamkeit die sie verdient hätte. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest der Rat sich dem Problem annimmt und für eine zügige Besserung eintritt.

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