Jubiläum der Freunde des Zollstocker Dienstagszuges

"De Höhner" brachten den Saal zum kochen. - Bild: Bronisz

Zollstock – Unter strikter Einhaltung der 2G-Regel konnten die Freunde des Zollstocker Dienstagszuges e.V. das vermutlich letzte Karnevalsevent in diesem Jahr im Pfarrsaal von St. Pius freiern. Michael Siegenbruck, bekannt für seine Sommer- und Karnevalsfeste in Zollstock, freute sich, zahlreiche Gäste, wie Helfer und Sponsoren, anderen Karnevalsvereinen, aber auch aus der Politik, zum 10-jährigen Bestehen der Freunde des Zollstocker Dienstagszuges begrüßen zu können.

Freilich stand die Veranstaltung unter keinem guten Stern, wenn man an die Szenen der Zülpicher Straße denkt. Deswegen wurde die 2G-Regel strikt eingehalten und darüber hinaus auch Schnelltests angeboten. Die Kontrolle, dass sich niemand, der nicht geimpft war, durchmogeln konnte, war sehr gut.

Trotz aller Skepsis muss man sich daran erinnern, warum geimpft wurde. Zum einen natürlich aus Gründen des Eigenschutzes, zum anderen aber eben auch, um wieder an einem gesellschaftlichen und kulturellem Leben teilnehmen zu können. Und zum kulturellem Leben gehören nun mal auch die Karnevalsveranstaltungen in den Veedeln. Etwas anderes ist es, was man daraus macht. Bei den Freunden des Zollstocker Dienstagszuges stimmte alles. Es gab keine Teilnehmer, die sich eingeschlichen haben und ungeimpft waren.

Karnevalsfeier für Helfer und Sponsoren der Freunde des Zollstocker Dienstagszuges e.V. – Bild: Bronisz

Das Programm startete sehr emotional. Michael Siegenbruck erinnerte noch einmal an die schwere Zeit, als die Zukunft des Dienstagszuges und des Vereines auf der Kippe stand. Die zweite schwere Hürde war der Beginn der Pandemie Anfang 2020, als wieder die Veranstaltungen ausfielen und die Lockdowns begannen. Nun gehen wir ins zweite Jahr der Pandemie und können davon ausgehen, dass die Veranstaltung in Zollstock angesichts dramatisch steigender Inzidenz-Zahlen wohl die letzte in diesem Jahr sein wird. Umso wichtiger erscheint es, dass sie noch stattfinden konnte.

Michael Siegenbruck stampfte wieder ein tolles Fest aus dem Boden, auch wenn die Teilnehmerzahl in diesem Jahr begrenzt war. Schon zu Beginn des musikalischen Programms gab es das Highlight schlechthin. „De Höhner“ brachten den Saal zum kochen, wie eine begeisterte Besucherin auf Facebook schrieb. Und da hatte sie vollkommen recht. „De Höhner“ begeisterten und hatten, wie das Publikum auch, sichtlich Spaß an dem Auftritt und gaben noch die eine oder andere Zugabe.

Es war ein sehr schöner Abend. Mehr davon könnte man sagen, aber die Pandemie macht uns hier, auch dank einer kleinen Minderheit, die eine ganze Gesellschaft in „Geiselhaft“ nimmt, leider einen Strich durch die Rechnung.

« von 6 »
Artikel drucken

Share This:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*