Jetzt schlägts 13 – Info vor dem Toys „R“ Us

Freitag der 13. vor dem Toys "R" Us in Koeln-Marsdorf.

Köln – Mit der Aktion „Jetzt schlägt‘ s 13“ machten der Verein „aktion ./. arbeitsunrecht e.V.“, die Gewerkschaft Ver.di und Mitglieder der Linken Erwerbslosenorganisation, „LEO“, gestern Abend vor dem Toys „R“ Us in Köln-Marsdorf auf unhaltbare Zustände des Unternehmens aufmerksam.

Freitag der 13. vor dem Toys "R" Us in Koeln-Marsdorf.
Der Geist der „Guten Arbeitsbedingungen“. – Bild: Berthold Bronisz / r-mediabase.eu

So unterstützten sie die Beschäftigten in ihrem Kampf für einen Tarifvertrag, faire und sichere Arbeitsplätze, gegen Maßregelung von Streikenden und gegen die Zahlung von Streikbrecher-Prämien. Auch über die Praktiken von Teilzeit und Befristung wurde informiert.

Vor der Einfahrt zum Parkplatz der Firma Toys „R“ Us standen die Mitglieder der Aktion und verteilten Infoblätter an die Kunden. Toys „R“ Us befindet sich im Besitz höchst aggressiver Finanzinvestoren. KKR, wie auch Bain Capital, wehrt sich mit schmutzigen Methoden gegen einen Tarifvertrag. Zu diesen Methoden gehört z.B. die Zahlung einer Streikbrecher-Prämie von 200 Euro pro Tag.

Um die Beschäftigten zu verunsichern wurde ihnen eine Horrorstory über den gestrigen Aktionstag erzählt. Wie den Teilnehmern der Aktion gestern berichtet wurde, hieß es offenbar von seiten der stellvertredenden Filialleitung, dass im Laufe des Tages eine „Nazigruppe“ auftauchen und im Laden Stress machen wolle. So könnten die Regalinhalte im Laden zerstreut werden.

Freitag der 13. vor dem Toys "R" Us in Koeln-Marsdorf.
Freitag der 13. vor dem Toys „R“ Us in Köln-Marsdorf. – Bild: Berthold Bronisz / r-mediabase.eu

Ob das Gerücht auf Anweisung „Von Oben“ gestreut oder der Fantasie der Filialleitung entsprungen ist ist nicht bekannt. Es lässt aber darauf schließen, dass die gestrige Aktion von seiten des Unternehmens mehr als unerwünscht war. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass einige Kunden informiert wurden. Die Flugblätter wurden nicht nur an die Kunden direkt verteilt, sondern auch unter die Scheibenwischer parkender Autos geklemmt.

Bilderstrecke.

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