Innenentwicklung Raderbergerstr.- Auch hier muss das kooperative Baulandmodell zur Anwendung kommen

Teilansicht Raderbergerstraße - Bild: © 2013 Bronisz

Raderberg – In der Sitzung der Bezirksvertretung vom 18. Mai gab es eine Beschlussvorlage über die Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfes „Innenentwicklung Raderberger Straße“ in Köln-Raderberg. Die Innenentwicklung der Raderbergerstraße begleitet uns in der Bezirksvertretung auch schon etwas länger.Am 10.06.2014 wurde im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung bereits eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt nach dieser weitere drei schriftliche Stellungnahmen bei der Verwaltung eingegangen sind. Es wurden Anregungen, Bedenken und Hinweise vorgebracht, die sich auf Einzelhandel, Spielplätze, Verkehr etc. bezogen. In der nun gestern vorgelegten Beschlussvorlage war für mich der Stein des Anstoßes der Hinweis auf das Kooperative Baulandmodell.

Die Bezirksvertretung hat den einhelligen Wunsch, dass im Bezirk auch geförderter Wohnraum entsteht und sieht hierbei die Investoren in der Pflicht. Im Hinweis auf das Kooperative Baulandmodell heißt es aber, dass die von der Investorenseite zuletzt vorgelegten Projektdaten in Form eines Gutachtens des Institutes für Bauland Consulting und Stadtumbau dazu führen, dass auf der Investorenseite kein Grundstückswertzuwachs von einem Drittel verbleibt.

„Dies hätte zur Folge, dass die Anwendung des kooperativen Baulandmodells bei der vorliegenden Planung nicht erfolgen kann. Da die Ermittlung des Anfangsbodenwertes durch die städtischen Dienststellen noch nicht erfolgt ist, steht die Prüfung der vorgelegten Projektdaten jedoch noch aus.“

Insofern steht die Beschlussvorlage unter dem Vorbehalt, dass die noch ausstehende städtische Anwendungsprüfung die Berechnungen der Investorenseite bestätigt. Das Ergebnis der Prüfung wird spätestens zum Satzungsbeschluss vorgelegt.
Ich habe daher zunächst einen Vertagungsantrag gestellt, bis das Ergebnis der städtischen Anwendungsprüfung vorliegt. Je nach Ergebnis wird sich dann ohnehin zeigen, wie mein weiteres Abstimmungsverhalten aussehen wird.

Schon beim Areal der DW wird das Baulandmodell nicht angewendet - Bild: © 2015 Berthold Bronisz
Schon beim Areal der DW wird das Baulandmodell nicht angewendet – Bild: © 2015 Berthold Bronisz

Wozu haben wir eigentlich ein Kooperatives Baulandmodell, wenn dieses, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Anwendung kommt? Ich unterstelle zwar nicht die Absicht der Investoren, Wege zu suchen, das Baulandmodell zu umgehen. Aber ein solcher Eindruck drängt sich auf wenn man in Erinnerung hat, dass das „Kooperative Baulandmodell“ auch schon beim Deutschen Welle Areal nicht zur Anwendung kommt.

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