Hetze gegen Flüchtlinge – AFD gießt Öl ins Feuer

Historisches Rathaus in Köln - Bild: Bronisz

Köln – Nur drei Tage nach dem feigen Mordversuch auf die kommende Oberbürgermeisterin Henriette Reker, gießt die AFD Öl ins Feuer und hängt ein Transparent an die Fenster ihrer Fraktionsräume, um weiterhin Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. So war u.a. dort zu lesen: „1 Million Asylsuchende + 6 Millionen Familiennachzug = Integration ist … ?“

Banner der AFD am Haus Neuerburg. - Bild: © 2015 Bronisz
Banner der AFD am Haus Neuerburg. – Bild: © 2015 Bronisz

Welch Geisteskind diese Rechtsgruppierung ist machte Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender „DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln“ in einer Pressemitteilung deutlich und verwies darauf, dass nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gegen den Attentäter, dieser ein „Zeichen“ gegen die aus seiner Sicht immer höher werdende Anzahl der von der Bundesrepublik aufgenommenen Flüchtlinge setzen wollte. Jörg Detjen weiter: „Und genau in diese Kerbe schlägt die AfD indem sie städtische Gebäude für ihre Hetze benutzt. Das ist unerträglich.

Die simple Rechnung der AfD suggeriert, dass sich Geflüchtete allein aufgrund ihrer Zahl nicht integrieren könnten. Jeder Deutsche dagegen sei gezwungen sich zu ändern und könne nicht weiterleben wie bisher, so die hinterhältige Botschaft dieser Rassisten.

Wer solche absurden Ängste schürt, muss sich nicht wundern, wenn Rechtsterroristen sich im Recht und ermutigt fühlen,“ empört sich Jörg Detjen. „Gerade jetzt erleben wir eine neue Qualität von Hetze gegen Flüchtlinge und Migranten, die immer öfter in Gewalt umschlägt: Galgen bei Pegida, die brutalen Exzesse der HoGeSa-Demonstration vor einem Jahr und deren angekündigte „Neuauflage“ am kommenden Sonntag. Wer in dieser Situation Öl ins Feuer gießt, ist eine geistiger Brandstifter. Deswegen rufen wir alle Kölnerinnen und Kölner auf, sich mit uns am 25. Oktober quer zu stellen.

Das Haus Neuerburg, an dem das Banner befestigt wurde, ist ein städtisches Gebäude. Das Anbringen eines Banners an städtischen Gebäuden ist aber verboten. Auf Anweisung des noch derzeitigen OB, Jürgen Roters, wurde das Banner nach einigen Stunden entfernt.

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