Gemeinsamer Antrag von SPD, FDP und DIE LINKE. – Busanbindung vor den Zollstock-Arkaden

Einzelticket bedeutet Fahrpreissteigerung für Kölnpass Inhaber. - Bild: Bronisz

Zollstock – Mit einem zunächst gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion und mir wurde auf die letzte Sitzung des Verkehrsausschusses reagiert, der in einer eher verwirrenden Weise über die Busanbindung an den Zollstock-Arkaden debatiert hat und deswegen nicht in der Lage war, überhaupt einen Beschluss zu fassen.

Die angedachte Haltestelle vor St. Pius kommt vorerst nicht. – Bild: Bronisz

Hier erkannten wir die Gelegenheit im Sinne auch der neuen Zuständigkeitsordnung dieses Thema noch einmal in die Bezirksvertretung, wo es unserer Meinung nach auch hingehört, zurück zu holen und mit einem Antrag eine direkte Busanbindung an die Zollstock-Arkaden zu beschließen. Diesem Antrag trat dann auch noch die Fraktion der FDP bei, was ich ausdrücklich begrüße. Denn auch sie hatten an der sog. „Rollator-Demo“ vor den Arkaden teilgenommen.

Dass die Arkaden direkt angebunden werden müssen habe ich in einem der letzten Blog-Beiträge bereits dargelegt. Doch leider gab es in der gestrigen BV-Sitzung Uneinigkeit über die Zuständigkeiten zwischen Rat und BV weswegen auch diese Sitzung in eine verwirrende Debatte abzudriften drohte. So gab es von Seiten der CDU einen Änderungsvorschlag, der darauf hinausläuft, dass, falls die BV nicht zuständig sein sollte, der Rat entscheiden solle. Zudem soll die Haltestelle im Nahverkehrsplan mit aufgenommen werden. Unverständlich hingegen war meines Erachtens der Vorschlag der Grünen, dass „… die Anbindung der Zollstock-Arkaden an den ÖPNV im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes erneut geprüft werden soll.“ Unverständlich auch der Hinweis aus der CDU-Fraktion, dass es ja eine Anbindung über die Linie 12, Haltestelle Herthastr., geben würde. Hier nimmt man einfach nicht zur Kenntnis, dass auch die Entfernung eine Barriere ist.

Es ist erstaunlich, dass man nicht an einem Strang zieht und endlich einmal im Sinne der Barrierefreiheit und für mobilitätseingeschränkte Personen wie Menschen mit Behinderungen und Senioren eine gemeinsame Entscheidung trifft, sondern einen guten Antrag letztlich zu Ungunsten dieses Personenkreises torpediert. Ein Versorgungs- und Ärztezentrum nicht direkt, sondern über Umwege und damit nicht barrierefrei anzubinden ist schlicht ein Unding und ein Schlag für die Betroffenen. Immerhin. SPD, FDP und DIE LINKE. haben sich in der BV zumindest damit durchgesetzt, dass der Antrag kein „Prüfantrag“ wurde, sondern ernsthaft behandelt wird. Wer aber letztlich nun entscheidet ist dummerweise immer noch offen. Gestern hätten wir ein Zeichen setzen und den politischen Willen bekunden können.

Artikel drucken

Share This: