Gehwegparken im Bezirk

Keine Fußgänger zu sehen. Die stören nur beim parken. Brunnenstraße Zollstock. - Bild: Bronisz

Rodenkirchen – „Die Verwaltung wird gebeten, dort wo es städtebaulich und verkehrstechnisch verträglich ist und für Fußgänger ausreichend Platz verbleibt, auf Bürgersteigen das Parken durch Beschilderung und Markierungen, auch auf der Straße, zu legalisieren.“ heißt es in einem gemeinsamen Antrag der CDU und SPD in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen. Dass damit der Parkdruck im Bezirk genommen werden kann ist allerdings eine irrige Annahme. Im Gegenteil. Es wird nur das Problem der Autofahrer auf Fußgänger abgewälzt.

Schon jetzt parken Autos rechtswidrig, -und mit Duldung der Stadt-, überall in den Stadtteilen auf Gehwegen und nehmen den Fußgängern Platz weg. Insbesondere mobilitätseingeschränkte Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder sog. „E-Scootern“ haben Probleme, sicher an den Fahrzeugen vorbeizukommen. Ihre ohnehin schon eingeschränkte Bewegungsfreiheit wird durch das rücksichtslose Verhalten der Autofahrer noch zusätzlich erschwert. Auch Mütter oder Väter mit Kinderwagen werden ständig behindert. Ganz zu schweigen, dass man oftmals auch nur hintereinander, wie z.B. in der Zollstocker Brunnenstraße, gehen kann.

Mit dem Antrag wird nur vermeintlich Parkdruck genommen. Das rechtswidrige Gehwegparken wird dadurch keinesfalls geringer. Denn andere Autofahrer werden ganz einfach die Lücken schließen. Der Bezirk braucht dringend ein Parkraumkonzept, dass auch den Bau von Quartiersgaragen, die Nutzung von z.Zt. ungenutzten Tiefgaragen und Abstellplätze mit einschließt. Geh- und Radwege dürfen dabei nicht zum Opfer fallen.

Der Antrag, der in der Sitzung mehrheitlich angenommen wurde, wobei sich nur Grüne und Linke ausdrücklich dagegen ausgesprochen haben, hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg. Das Amt für Straßen- und Verkehrstechnik zeigte sich schon in der Sitzung eher unzufrieden mit dem Antrag, da dieser nur schwer umzusetzen sei.

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