Gegen HogeSa – Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde

Solidarität statt rechter Hetze - Bild: Bronisz

Köln – Nicht nur die Polizei machte am gestrigen Sonntag deutlich, dass sie sich auf der Hogesa-Demo am Barmer Platz von den rechten Demonstranten nicht auf der Nase herumtanzen lassen will. Auch die Kölnerinnen und Kölner zeigten, dass Köln kein Platz für rechte Chaoten ist. Eine Neuauflage der Hogesa-Krawalle wollte niemand in dieser Stadt und so fanden sich weit über 10.000 Menschen auf dem Ottoplatz in Köln-Deutz ein. Alleine über 5000 Menschen gingen vom Heumarkt, auf dem es zuvor eine Kundgebung gegeben hatte, über die Brücke nach Deutz.

Hogesa5952
Menschenwürde für Flüchtlinge in Köln. – Bild: © 2015 Bronisz

Unter den teilnehmenden Gegendemonstranten waren Gewerkschaften, alle im Rat der Stadt Köln vertretenen demokratischen Parteien, Flüchtlings- und Willkommensinitiativen, sowie viele, viele Bürgerinnen und Bürger. Waren zuvor noch Krawalle von seiten der Polizei befürchtet stellte sich schon bald heraus, dass lediglich etwa Achthundert rechte Demonstranten zum Barmer Platz nach Deutz kamen. Und es dauerte zu dem auch noch bis die dortige „Veranstaltung“ statt finden konnte. Es gab auf Seiten des rechten Veranstalters erhebliche Probleme Ordner, die nicht vorbestraft oder betrunken waren, zu finden. Die „Findungsphase“ dauerte schon über neunzig Minuten.

Hogesa6077
Werner Spinner vom 1. FC Köln spricht zu den Gegendemonstranten. – Bild: © 2015 Bronisz

Auf der Gegendemo, am Ottoplatz, gab es hingegen unter dem Motto „Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde“ eine tolle Bühnenveranstaltung bei der nicht nur namhafte Künstlerinnen und Künstler, Kabarettisten und Musikgruppen aufgetreten sind. Neben den Unterstützern der Gegendemo kamen auch der ehemalige Oberbürgermeister, Jürgen Roters, und der Präsident des 1. FC Köln, Werner Spinner, zu Wort. Sie alle traten für das Miteinander ein, das diese Gesellschaft so braucht. Auch das feige Attentat auf Henriette Reker wurde noch mal auf das Schärfste verurteilt. Alle Teilnehmer wünschen der jetzigen Oberbürgermeisterin eine rasche und gute Genesung.

Hogesa6081
Auch ein Wasserwerfer wurde eingesetzt. – Bild: © 2015 Bronisz

Einige unschöne Szenen gab es allerdings dann doch. Unweit der Hauptbühne, an der Opladenerstr./Justinianstr., versuchten einige Autonome zu den rechten Demonstranten zu gelangen. Hier setzte die Polizei dann auch Wasserwerfer ein, um dies zu verhindern. Insgesamt gesehen war die Veranstaltung jedoch in ihrem Verlauf, trotz zeitweiliger Spannungen, friedlich. Befürchtete Krawalle, wie bei Hogesa im letzten Jahr, blieben bis auf kleine „Scharmützel“ aus.

Bilderstrecke

Artikel drucken

Share This: