GDL-Kundgebung in Köln

Plakat. © 2015 Berthold Bronisz
Claus Weselsky
GDL-Chef, Claus Weselsky – Bild: © 2015 Berthold Bronisz

Köln – Vor dem Kölner Hauptbahnhof fand heute eine Kundgebung der GDL statt. Als Hauptredner war der Bundesvorsitzende der GDL, Claus Weselsky, eingeladen. Mehrere hundert GDL-Mitglieder spendeten Beifall, als Claus Weselsky eintraf. Dieser ließ es sich nicht nehmen, einem Privatsender dafür zu danken, dass sie es geschafft haben, einen „Buh-Rufer“ unter die Anwesenden zu plazieren. Und tatsächlich. Nach dieser Ansprache hörten die Rufe auf.

Neben den vielen GDL-Mitgliedern nahmen auch Bahnkunden an der Kundgebung teil, um ihre Solidarität mit der GDL und dem berechtigten Streik zu bekunden. Sie ließen sich nicht durch die Meinungsmache einiger Medien manipulieren, sondern haben erkannt, wie wichtig und richtig der Streik ist. So sprach auch Claus Weselsky davon, dass es nur einige Medien sind, die negativ auffallen. Die Mehrheit der Journalisten berichteten objektiv.

„Die haben das wahrscheinlich mit der Postkutsche losgeschickt.“

Trotz eines neuen Angebotes der Bahn, so betonte Weselsky, wird der Streik nach derzeitigem Stand nicht vor Sonntagmorgen enden. Ein „PR-Gag“ sei der neue Vorschlag der Bahn, der, nachdem er in Berlin vorgestellt wurde, mehr als eine Stunde danach noch nicht bei der GDL eingegangen sei. Demnach habe Bahnchef Rüdiger Grube Matthias Platzeck, SPD, als Vermittler im Tarifkonflikt mit der Bahn vorgeschlagen. Offenbar, so Weselsky, sei der Vorschlag mit der Postkutsche losgeschickt worden.

Sven Schmitte, Bezirksvorstand NRW
Sven Schmitte, Bezirksvorstand NRW – Bild: © 2015 Bronisz

Von Sven Schmitte, Bezirksvorstand der GDL in NRW, wurde Özlem Demirel, Landesvorsitzende DIE LINKE. in NRW, begrüßt, die in einem Grußwort an die Kolleginnen und Kollegen die Solidarität der Linken bekundete. Demirel hob besonders hervor, dass der Streik nicht selbstsüchtig, sondern berechtigt und ein Streik für uns alle ist. Ihr Grußwort nachfolgend als Video.

Wie lange dieser Konflikt noch anhalten wird hängt nun von den Inhalten des Vorschlags ab. Mindestens aber, wird es noch bis Sonntagmorgen dauern, bis der Streik beendet ist.

Eine Bilderstrecke von der Kundgebung kann hier und auf r-mediabase angeschaut werden. Die Rede Claus Weselskys kann im Video unter diesem Beitrag angeschaut werden.

Video: phoenix

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