Flagge zeigen für Europa – Gemeinsame Veranstaltung der demokratischen Parteien im Kölner Süden

Flagge zeigen für Europa. - Foto: Tobias Arens

Köln – „Gemeinsam Flagge zeigen für Europa“ war das Motto eines gemeinsamen Infostandes von „DIE LINKE.“, Bündnis 90 Die Grünen“, „CDU“, „FDP“ und „SPD“ des Stadtbezirks Rodenkirchen. Der gemeinsame Infostand, der zunächst am Wegekreuz auf dem Maternusplatz zeitgleich mit dem Wochenmarkt stattgefunden hat, löste zunächst Erstaunen aus. Doch die Intention dahinter, nämlich auf die Wichtigkeit der Europawahl vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtspopulistischer und nationalistischer Kräfte in Europa hinzuweisen, fand sehr guten Anklang und Interesse bei den Marktbesuchern.

Zwar haben die Initiatoren der Veranstaltung unterschiedliche Auffassungen zur Ausgestaltung Europas, in der Frage ob Europa rechtspopulistischen und nationalistischen Kräften, die wieder zurück zu den Nationalstaaten wollen, überlassen werden soll gibt es jedoch Einigkeit. Und genau das konnten wir den den interessierten Menschen auch vermitteln. Dabei haben wir an unseren Ständen unsere Vorstellungen von Europa nicht nur in Gesprächen, sondern auch mit unseren Flyern und Informationsmaterialien darlegen können. Insbesondere die „Soziale Frage“ zu Europa war von Interesse, wie sich nach Marktschluss beim anschließenden Bühnenprogramm herausstellen sollte.

Statement für Europa. – Foto: Tobias Arens

Nach einem musikalischen Start von Rolly Brings wurden die Initiatoren Berit Blümel, SPD, Anja Senff, FDP, Yannik Breuer, CDU, Karsten Witt, B90/Grüne, und Berthold Bronisz, DIE LINKE., begrüßt und haben ein Statement zu Europa abgegeben. Rolly und Benjamin Brings gaben im Anschluss eine Uraufführung eines Songs zu Europa ab, dass sie wegen der Kurzfristigkeit der Veranstaltung in nur wenigen Stunden getextet hatten. Doch der Song, der sich vor allem gegen den Krieg wandte, war in seinem Text so stark, dass man ihn noch lange im Gedächtnis haben wird. Oberbürgermeisterin Henriette Reker laß ihn für die Nichtkölnerinnen und Nichtkölner zuvor im Hochdeutschen vor. Hartmut Prieß von den Bläck Föös spielte zusammen mit Rolly und Benjamin Brings das bekannte Lied „In unserem Veedel“ gegen Gentrifizierung.

In ihrer Rede zu dieser Veranstaltung zeigte Henriette Reker auch auf, dass bei Diskussionen um Europa als Gegenargument eigentlich immer nur die „Banane“ oder die „Gurke“ käme, weswegen man Europa ablehnen würde. Dabei sei Europa viel mehr. Immerhin sind nicht wenige Gesetze, die auf nationaler Ebene verabschiedet werden, auf der Grundlage europäischer Vorgaben entstanden. An dieser Stelle zeigt sich die Wichtigkeit der Europawahl. Die Oberbürgermeisterin hat sich auch zum Ziel gesetzt, dass Köln die höchste Wahlbeteiligung europäischer Städte zur Europawahl haben soll.

Raphael Sanders und Peter Löwen von Pulse of Europe und den Europafreunden des Kölner Südens stellten in einem Gespräch ihre Vorstellungen von Europa dar. Claudia Walther und Adam Kucharczyk waren die nächsten Gesprächspartner des Moderators Stefan Dege. Besonders Claudia Walther hob in diesem Gespräch hervor, dass Europa gerade an der „Sozialen Frage“ noch sehr viel zu arbeiten hat. Auch die derzeitige „Flüchtlingspolitik“ Europas hatte sie kritisiert. Dabei verwies sie auch darauf, dass es mit den Flüchtlingen, die im Kölner Süden untergekommen sind, keine Probleme gibt und die Mehrheit bereits sogar in Arbeit ist. Viele Vorbehalte gegenüber Geflüchteten waren und sind unbegründet.

Trotz, dass das Wetter eher mit Graupel- und Regenschauern, von gelegentlichem Sonnenschein unterbrochen, dem Januar ähnelte und der Maternusplatz nicht mehr so gefüllt war wie vorher beim Markt, war die Veranstaltung dennoch erfolgreich. Das verbliebene Publikum hat die Veranstaltung sehr gut angenommen.

Artikel drucken

Share This:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*