Erhalt der Raderberger Brache

Die Raderberger Brache ist ein geschützter Landschaftsbestandteil. - Bild: Bronisz

Zollstock/Raderberg – Schon seit Jahren wuchert in der Raderberger Brache der „Japanische Staudenknöterich“ und verdrängt immer mehr einheimische Arten. Im April versuchte deswegen die Fraktion „DIE LINKE.“ im Umweltausschuss mit einem Antrag dieses Problem zu lösen.

Japanischer Staudenknöterich ohne Blätter im Winter. – Bild: Bronisz

Als sogenannter „Invasiver Neophyt“ gehört der Staudenknöterich zu den Problempflanzen, die sich auch in NRW rasant ausbreitet und die einheimische Flora dabei zunehmend verdrängt. Dieses Problem betrifft auch seit einigen Jahren nun die Raderberger Brache. Der Antrag, der im Umweltausschuss gestellt wurde, sah vor, dass der Staudenknöterich in der Brache mindestens acht mal im Jahr gemäht und die Mahd fachgerecht entsorgt werden sollte. Erstaunlicherweise stieß dieser Antrag auf Widerstand und wurde dort abgelehnt. Siehe auch Platzjabbeck, Nr. 4, Seite 5, Mai 2016.

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen brachte ich das Thema noch einmal auf die Tagesordnung der BV und stellte einen etwas modifizierten Antrag. Hier heißt es nun, dass der im Bereich der Raderberger Brache auftretende Staudenknöterich in geeigneter Weise entfernt wird. Wie im Ursprungsantrag auch, soll aber eine Bestandsaufnahme der Fauna und Flora durchgeführt werden. So kann man nämlich im Anschluss ein angemessenes Konzept zur weiteren Entwicklung und Erhalt der Brache ausarbeiten. Hinzu fügte ich nur, dass etwaig geplante Baumfällungen nach Möglichkeit vermieden werden sollen. Bereits jetzt schon wurden 70 Bäume gefällt wozu es meinerseits noch eine Anfrage geben wird.

Der von mir so modifizierte Antrag wurde in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung dann auch einstimmig angenommen, sodass jetzt endlich das Problem angegangen werden kann. Die Modifizierung hielt ich für notwendig, damit die BV dem Grünflächenamt einerseits den Auftrag, in der Brache tätig zu werden geben konnte, ohne aber andererseits die Arbeitsweise vorzuschreiben.

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