Drogenbeauftragte: Marlene Mortlers erschreckende Bilanz

Verheerende Bilanz der Drogenbeauftragten. - Bild: Bronisz

Berlin – „Marlene Mortlers Bilanz als Drogenbeauftragte ist enttäuschend.“, sagt Frank Tempel, stellvertretender Vorsitzender und drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE anlässlich der Vorstellung des Drogen- und Suchtberichts 2017. So sei seit ihrem Amtsantritt die Zahl der Toten durch illegale Drogen um 30 Prozent gestiegen und die meisten Drogentoten kommen dabei aus ihrem Heimatland Bayern. „Höchste Zeit für einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik: Drogenkonsumenten brauchen Information und Aufklärung. Wer abhängig ist, benötigt Hilfe und keine Strafe“, erklärt Tempel.

Die Neuregelung zum medizinischen Cannabis erweist sich als Rohrkrepierer. Jeder zweite Patient, dem Cannabis durch den Arzt verschrieben wird, bekommt keine Kostenerstattung. Die Anträge dafür sind viel zu bürokratisch. Die Preise für Cannabisblüten explodieren und in den Apotheken gibt es Lieferengpässe bis in den Oktober hinein. „Was nützt ein Gesetz auf dem Papier, wenn es in der Praxis nicht funktioniert? Die Bundesregierung verschließt vor diesen Problemen die Augen. Mit Franjo Grotenhermen ist seit gestern Abend ein renommierter Arzt im Bereich Cannabis-Medizin wieder im Hungerstreik. Das sollte den Regierenden Mahnung und Anstoß zum Handeln sein.“, sagte Tempel weiter.

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