Diskussion im Gymnasium Rodenkirchen wegen AFD-Teilnahme abgesagt – „Kein Veedel für Rassismus“ vor der Schule

"Kein Veedel für Rassismus" - Bekenntnis auch der Kölner Kandidatinnen und Kandidaten. - Bild: Bronisz

Rodenkirchen – Am Dienstag, 8. September, sollte im Rodenkirchener Gymnasium eine Veranstaltung stattfinden, in der Schülerinnen und Schüler mit den Kandidaten der Kommunalwahl, Linke, SPD, Grüne und FDP, diskutieren und Fragen stellen konnten. Eigentlich eine schöne Idee. Eigentlich. Leider wurde auch der Kandidat der rechtspopulistischen AFD eingeladen, sodass die Vertreter der demokratischen Parteien durchweg ihre Teilnahme absagten und sich vor dem Gymnasium mit dem Banner „Kein Veedel für Rassismus“ eindeutig gegen Rassismus bekannten.

Mit der Einladung des AFD-Vertreters zeigte die Schulleitung wenig Fingerspitzengefühl und auch wenn man sich auf die Neutralität im Schulgesetz berufen würde, zum einen ist das Schulgesetz an dieser Stelle zu schwammig, zum anderen war es die Schülervertretung, die eingeladen hatte und die Schulleitung die Stelle, die der Schülervertretung vorgeschrieben hatte, dass auch die AFD eingeladen werden sollte. Ob hier die Neutralitätspflicht des Schulgesetzes gegriffen hätte darf in Frage gestellt werden. Denn es sind die Lehrkräfte, die zur Neutralität verpflichtet sind, nicht aber die Schülerinnen und Schüler.

Auch wenn die Teilnehmer abgesagt haben, eine Chance, Jugendliche an die Politik heranzuführen wurde hier nicht vertan, denn die an der geplanten Veranstaltung interessierten Jugendlichen kamen zu den Kandidatinnen und Kandidaten und diskutierten mit ihnen außerhalb des Schulgeländes. Und das zeigt, dass die Jugend sehr wohl an Politik interessiert ist.

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