Deutsche Welle Areal – Öffentlichkeitsbeteiligung

In Köln gibt es etwa 420 Hochhäuser mit mehr als 22 Meter Höhe. - Bild: Bronisz

Zollstock – Mit rund 40 Personen und ein paar Lokalpolitikern war die Info- und Öffentlichkeitsveranstaltung zu dem Bebauungsplan des Deutsche Welle Areals nur mäßig besucht. Dabei soll doch auch hier dringend benötigter Wohnraum entstehen. Im Schützenheim der Adlerschützen von 1930 stellten neben den Vertretern der Stadt der Architekt Tom Huber, ASTOC, und Alexander Jacobi, Bauwens Development, die Pläne zur Bebauung vor.

Es wird nur sehr wenig geförderten Wohnraum geben. – Bild: © 2014 Bronisz

Schon vor der eigentlichen Veranstaltung verteilten meine Genossen Flublätter, um auf den dringenden Bedarf an gefördertem Wohnraum aufmerksam zu machen. Denn, wie nicht zuletzt auch aus der Antwort einer Frage eines Zuhörers hervorging, wird dort keine nennenswerte Anzahl an gefördertem Wohnraum entstehen. Gerade einmal 10 Prozent sind vorgesehen. Ein Makel, den wir schon im November letzten Jahres auf dem Deutschen Welle Gelände während einer Protestaktion anprangerten.

Erstaunlicherweise gab es nur drei oder vier Fragen von einem Besucher. Das Publikum schien sich wenig bis gar nicht für die Bebauung und dem minimal geförderten Wohnraum zu interessieren. Auch der Bezirksbürgermeister, Mike Homan, war sichtlich erstaunt. Eine Frage die ich stellen wollte, auch, um vielleicht doch noch eine Diskussion anzustoßen, wurde nicht angenommen da ich auf solchen Veranstaltungen kein Rederecht habe. Dies geht auf eine Vereinbarung zurück, die die Bezirksvertretung vor Jahren geschlossen hatte. Gerne hätte ich die Diskussion noch einmal in Richtung geförderten Wohnraum gelenkt.

Aufgrund der kaum bis gar nicht gestellten Fragen war die Veranstaltung auch schon sehr schnell wieder vorbei. Für mich bleibt ein Fazit. Zu einer solchen Veranstaltung gehe ich zukünftig nicht mehr ohne vorher etwas gegessen zu haben. Kölsch und Schnittchen gab es nämlich auch nicht …

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