Das DW-Hochhaus soll gesprengt werden

In Köln gibt es etwa 420 Hochhäuser mit mehr als 22 Meter Höhe. - Bild: Bronisz

Raderberg/Marienburg – Das ehemalige Deutsche Welle Hochhaus am Raderberggürtel soll 2017 nun doch gesprengt werden. Den Anwohnern, aber auch den Mitarbeitern der benachbarten Industrie und des Deutschlandfunks sollen, so die Investoren, dadurch eine längere Staub- und Lärmbelästigung erspart bleiben. Diese würde ein stückweiser Abbruch nach sich ziehen.

Sprengung trotz Asbestverseuchung?

Bald nicht mehr zu sehen. Deutsche Welle Hochhaus. - Bild: © 2014 Bronisz
Bald nicht mehr zu sehen. Deutsche Welle Hochhaus. – Bild: © 2014 Bronisz

Bevor das Gebäude gesprengt wird muss natürlich der Asbest entfernt werden. Hierbei handelt es sich um Spritzasbest welcher die Stahlträger umschließt und nun aufwändig Etage für Etage entfernt wird. Dabei hilft Unterdruck, der ein freisetzen des krebserregenden Asbests verhindern soll. Erst wenn der Asbest entfernt wurde wird die Außenfassade demontiert. Übrig bleibt dann der Rohbau, der schätzungsweise gegen Ende 2016 gesprengt werden könnte. Die Sprengung wird von der Thüringer Sprenggesellschaft durchgeführt, welche auf diesem Gebiet Erfahrungen aufweisen kann.

Wie geht es danach weiter?

Auf dem Areal der ehemaligen Deutschen Welle entstehen bis zu 750 neue Wohnungen, eine Schule und eine Kita. Bis 2022 soll dann alles fertiggestellt sein. Ob hierbei auch sozial geförderter Wohnraum entstehen wird ist fraglich, denn das „Kooperative baulandmodell“ soll bei diesem Projekt nicht zur Anwendung kommen.

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