Bundesweite Kundgebung UmFAIRteilen

Köln – Entgegen anders lautender Meldungen der Kölner Presse fanden sich etwa 3000-4000 Menschen ein, um am Roncalliplatz und später am Heumarkt für gerechte Steuern zu demonstrieren und die UmFAIRteilung einzufordern.

Auch DIE LINKE. war stark vertreten. - Bild: Bronisz
Auch DIE LINKE. war stark vertreten. – Bild: Bronisz

Ein breites Bündnis aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und anderen linken Gruppen wie Parteien rief zu einem bundesweiten Aktionstag auf dem viele Menschen in vielen Städten heute gefolgt sind. Rund 40.000 Teilnehmer gingen bundesweit auf die Straßen. Alleine in Köln etwa 3000-4000, in Berlin 5000 und in Hamburg sogar etwa 7000.

In Köln begann die Demonstration mit einer Auftakt-Kundgebung am Roncalliplatz. Danach zog ein langer Demonstrationszug durch die Kölner Innenstadt, vorbei an den Banken, über den Neumarkt bis hin zum Heumarkt. Dort begann mit einem Rahmenprogramm aus Musik und Kabarett, Wilfried Schmickler brillierte einmal mehr, die Abschlusskundgebung mit Reden von Gabriele Schmidt, ver.di-Landesleiterin NRW, Özlem Alev Demirel, Bundesvorsitzende DIDF und ehemalige Landtagsabgeordnete in NRW, Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands und Ulrich Thöne, GEW-Bundesvorsitzender. Moderiert wurde die Abschluss-Kundgebung von Susanne Jacoby, Campact, und Eberhard Heise, Attac.

Dieser Aktionstag wird nicht der letzte gewesen sein. Im Gegenteil. Dieser Aktionstag war erst der Auftakt zu einer Reihe weiterer Veranstaltungen. Die Lebensbedingungen von Millionen Menschen werden immer prekärer und Städte und Kommunen pfeifen schon aus den letzten Löchern. So führte Gabriele Schmidt auch aus:

Wir können nicht zusehen, wie in wenigen Privathaushalten gigantische Vermögen angesammelt werden und gleichzeitig den Städten und Gemeinden das Geld fehlt.

So sagte auch Ulrich Schneider:

Es wäre ein Zeichen der Solidarität, wenn die Vermögenden etwas abgeben würden zur Sicherung des Sozialstaats.

Eine gerechtere und sozialere Gesellschaft forderten die Demonstranten. Um diese zu erreichen bedarf es einer Vermögenssteuer und Millionärssteuer, keine prekäre Beschäftigungsverhältnisse mehr und vor allem eine armutsfeste Mindestrente sowie eine sanktionsfreie und armutsfeste Mindestsicherung bei Hartz IV.

Weitere Veranstaltungen dieser Art werden noch bis zur Bundestagswahl folgen. Man darf gespannt sein, ob die Regierung die Forderungen überhört oder sich ernsthaft damit beschäftigen und die Verursacher der Krise endlich zur Kasse bitten wird.

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