Brand in einer Marihuana-Plantage in Zollstock

Absperrband am Tatort

Zollstock – Gegen 03:20 Uhr am Dienstagmorgen kam es am Gottesweg in Zollstock zu einem Brand in einer Halle. Nach ersten Berichten in den Kölner Medien könnte eine unsachgemäß installierte Elektrik für eine illegal betriebene Hanfplantage Auslöser des Brandes gewesen sein. Bis in den Vormittag war die Feuerwehr mit den Lösch- und Aufräumarbeiten in der Halle, die sich auch mehrere Unternehmen teilen, beschäftigt.

Polizeiwagen am Gottesweg in Zollstock. - Bild: © 2015 Bronisz
Polizeiwagen am Gottesweg in Zollstock. – Bild: © 2015 Bronisz

Auch dieser Vorfall wirft wieder die Frage nach Legalisierung von Cannabis auf. Denn, vorausgesetzt die Ursache war die unsachgemäß installierte Elektrik der Plantage, es ist auch nicht der erste Brand der durch eine unsachgemäß betriebene Plantage verursacht wurde. Immer wieder gibt es Berichte über Feuer durch eine Plantage. Sei es durch die Lampen oder durch Heizungen.

Ich bin schon seit längerem für die Freigabe zumindest dieser „Weichen Droge“, da sie dazu beitragen würde Beschaffungskriminalität erheblich zu mindern. Auch könnte sie das Ende eben jener illegalen Plantagen bedeuten die nicht selten Ursache für Brände wie in Zollstock sind.

Polizeiliches Verbot den Tatort zu betreten. - Bild: © 2015 Bronisz
Polizeiliches Verbot den Tatort zu betreten. – Bild: © 2015 Bronisz

Zwar wurde vor einiger Zeit die Grenze für den Eigenbedarf von 10 Gramm auf 6 Gramm herabgesetzt und die Verfolgung von Cannabis-Konsumenten damit verschärft. Aber noch immer stellen die Staatsanwaltschaften Verfahren gegen die Konsumenten wegen „Geringen Besitzes“ ein. Eine Legalisierung wäre also schon deswegen eine WIN-WIN-Situation weil sie auf der einen Seite Kosten für erfolglose Verfahren, die der gerne genannte „Steuerzahler“ trägt, verhindert und auf der anderen Seite einen Konsumenten endlich entkriminalisieren und von Dealern, die ihm oftmals noch härtere Drogen andrehen, fernhalten würde. Darüber hinaus besteht ja ohnehin schon eine „Balla-Balla-Situation“. Die „Harte Droge“ Alkohol ist erlaubt, die „Weiche Droge“ Cannabis hingegen nicht. Die in den letzten Jahren verabschiedeten Gesetze zur „Eindämmung von Alkoholmissbrauch“ scheinen in dieser Sicht auch geheuchelt zu sein. Immerhin verdient auch der Staat sehr gut an der Sucht alkoholkranker Menschen.

Wenn es keine Legalisierung von Cannabis gibt wäre es nur konsequent auch den Alkohol zu verbieten. Und zwar mit der gleichen Argumentation mit der auch Cannabis verboten wird.

Artikel drucken

Share This: