Brand bei Shell – Mal wieder …

Rauchsaeule ueber Shell in Godorf. Von Zollstock aus gesehen.

Wesseling – Gegen 14:20 Uhr kam es nach Angaben von Shell zu einem Brand in einem Ofen der Raffinerie. In Folge kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ob und wie viel Verletzte es gegeben hat ist noch nicht bekannt. Auch, ob es zu Gefährdungen durch die Rauchentwicklung gekommen ist oder kommen kann wird derzeit durch Messfahrzeuge, die vor Ort sind, festgestellt. Zumindest Geruchsbelästigungen können auftreten.

Rauchsäule ueber Shell in Godorf. Von Zollstock aus gesehen.
Rauchsäule ueber Shell. Von Zollstock aus gesehen. – Bild: © 2015 Bronisz

Dies ist nicht der erste Vorfall bei Shell. Eine lange Reihe von Vorfällen zieht sich durch die letzten Jahre und die Informationspolitik des Betreibers der Raffinerie stand auch nicht nur einmal in der Kritik. immerhin. Die Behörden sollen von dem heutigen Vorfall umgehend informiert worden sein. Nun müssen, wenn die Lösch- und Aufräumarbeiten beendet sind, auch die Anwohnerinnen und Anwohner erfahren, was dort passiert ist und ob eine Gefährdung bestanden hat.

Der Kölner Süden ist durch die dort ansässige Industrie arg gebeutelt und in einer der letzten „Aktuellen Stunden“ über die dortigen Vorkommnisse sagte man auch, dass sich die Informationspolitik bessern wird.

Update 18:14 Uhr

In einer Mitteilung an die Anwohner und Nachbarn teilt Shell mit, dass die Arbeiten der Feuerwehr vorangehen, das Ereignis eingedämmt wird und bei dem Störfall niemand verletzt wurde. Weiterhin, so Shell, werden im Umkreis der Raffinerie Luftmessungen durchgeführt, um Gefährdungen auszuschließen. Zudem seien externe Feuerwehrkräfte und Behördenvertreter vor Ort.

Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um die so genannte Olefinanlage. Dort werden Propylen und Ethylen produziert. Das sind Einsatzstoffe für die chemische Industrie z. B. zur Herstellung von Kunststoffen.

Update 19:48 Uhr

In einer weiteren Mitteilung teilt Shell mit, dass der Brand weitestgehend unter Kontrolle ist, die Luftmessungen ohne Befund waren und die Werksfeuerwehr noch vor Ort im Einsatz ist. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind wird Shell darüber informieren.

Update 21:41 Uhr

Die Werksfeuerwehr hat den Brand gegen 21:11 Uhr gelöscht. Die von den Berufsfeuerwehren durchgeführten Luftmessungen im Umkreis der Raffinerie waren ohne Befund. Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet.

Die Geschäftsleitung der Rheinland Raffinerie bedauert den Vorgang und entschuldigt sich für mögliche Belästigungen bei Anwohnern und Nachbarn.

 

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