Birlikte 2015 – Festival in Köln-Mülheim

Birlikte-Festival. - Bild: © 2015 Bronisz

Mülheim – Auch in diesem Jahr fand in Köln-Mülheim das Birlikte-Festival statt. In Erinnerung an das durch den NSU durchgeführte Nagelbomben-Attentat wurde ein umfangreiches Programm auf der Keupstraße abgehalten. Zeitweilig war es dort so voll, dass die Polizei die Straße für Besucher sperren musste.

Musste zeitweilig gesperrt werden. Die Keupstr. - Bild: © 2015 Bronisz
Musste zeitweilig gesperrt werden. Die Keupstr. – Bild: © 2015 Bronisz

Über 100 Programmpunkte wurden durchgeführt. Auf der Hauptbühne traten namhafte Künstlerinnen und Künstler auf, Vertreterinnen und Vertreter von Landes- und Kommunalpolitik, sowie Oberbürgermeister Jürgen Roters sprachen zu den vielen Besuchern der Keupstraße.

Auf vielen Nebenbühnen gab es weitere Programme. - Bild: © 2015 Bronisz
Auf vielen Nebenbühnen gab es weitere Programme. – Bild: © 2015 Bronisz

Eine unüberschaubare Menge an Holzkohlen-Grills lockten mit Köstlichkeiten und sorgten für Rauchschwaden, die über die gesamte Keupstraße zogen. Auf vielen Nebenbühnen und Hinterhöfen wurden zeitgleich die unterschiedlichsten Programme, wie Lesungen und Diskussionen durchgeführt, -„Pegida und Kögida – Flüchtige Phänomene oder bleibende Bedrohung?“ war nur eine davon, sodass für jeden Besucher etwas dabei war. Schwierig war es hingegen zur Hauptbühne zu gelangen. Insbesondere dann, wenn man von der Bergisch-Gladbacher-Straße in die Keupstraße ging. Hier musste man Geduld bewahren und ruhige Nerven haben, denn es ging im wahrsten Sinne des Wortes nur im Gänsemarsch voran. Ein fünf Minuten Weg wurde so, mit etwas Glück, auf 30 Minuten ausgedehnt.

Oberbürgermeister Jürgen Roters warb für eine Fortsetzung des Festivals im nächsten Jahr in Mülheim. Allerdings ist nicht jeder mit einer Fortsetzung in Mülheim einverstanden. So gibt es Stimmen aus der „AG Arsch huh“ die das Festival lieber in einem anderen Stadtteil sehen würden und begründen dies mit dem Anspruch die Stadt ein wenig verändern zu wollen.

Etwas Kritik kommt aus den Reihen der dort aufgetretenen Künstler. So wurde die Kölner Verwaltung für ihre Verkehrsführung und dem Baustellenmanagement kritisiert, weil sie es geschafft haben, bei nur zwei Veranstaltungen wie dem Birlikte-Festival und dem Radrennen ein Chaos zu produzieren. Für über eine Stunde wurde nämlich, so die Kritik, das Radrennen über die Bergisch-Gladbacherstr. direkt an dem Festival vorbeigeführt. Künstler kamen so nicht zu den für sie bereitgestellten Parkplätzen und mussten in der heißen Mittagssonne mit ihren Instrumenten und Bühnentechnik einen langen Marsch in Kauf nehmen. Zukünftig sollte so etwas nicht passieren.

Es war an diesem Sonntagnachmittag ein schönes Festival, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, warum es dieses Festival überhaupt gibt. Ein paar Bilder können hier angeschaut werden.

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