Bezirksvertretungen bei Baulandsuche eingebunden

Das Kooperative Baulandmodell soll "wirkungsvoll verändert" werden. - Bild: Bronisz

Köln – Um den hohen Bedarf an Wohnungen in der wachsenden Stadt Köln decken zu können, hat die Stadtverwaltung nach intensiver Recherche im Stadtgebiet vorgeschlagen, zusätzlich zum vorhandenen Flächenangebot 76 Gebiete für rund 17.800 Wohneinheiten als Bauland zu entwickeln.

Blick in die angrenzende Paul-Nießen-Straße. - Bild: © 2015 Bronisz
Das Gesamtwohnungspotential könnte sich auf 51.900 Wohneinheiten erhöhen. – Bild: Bronisz

In einer ersten Beratungsfolge haben die politischen Gremien bereits über die einzelnen Vorschläge diskutiert, eingebunden waren dabei neben Fachausschüssen auch die Bezirksvertretungen. Die ergänzenden oder alternativen Vorschläge der Bezirksvertretungen hat die Verwaltung inzwischen geprüft und bewertet. Nun geht das „Gesamtpaket“ erneut in die politische Beratung.

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte die von der Verwaltung eingebrachte Beschlussvorlage zur Entwicklung der neuen Wohnbauflächen im März dieses Jahres erstmals erörtert und zur Beteiligung und weiteren Beratung in sämtliche neun Stadtbezirke verwiesen. Von April bis Juni dieses Jahres haben sich die Bezirksvertretungen intensiv und kritisch mit den vorgeschlagenen 76 Flächen befasst. Neben Zustimmung und Abänderung einzelner Vorschläge wurde auch der Verzicht auf insgesamt 13 Flächenentwicklungen empfohlen. Auf der anderen Seite sind aus den Bezirken 56 neue Flächenvorschläge für Wohneinheiten in die Beratung eingebracht worden.

Ratsvorlage zu den Baulandflächen wird im Stadtentwicklungsausschuss beraten

Die von der Verwaltung geprüften und bewerteten Ergebnisse sind in die Beschlussempfehlung für die weiteren Beratungen im Stadtentwicklungsausschuss sowie gegebenenfalls in weiteren Fachausschüssen sowie im Rat eingeflossen. Würde sich der Rat sämtlichen Empfehlungen anschließen – denen der Verwaltung wie auch denen der befürworteten Bezirksvertretungsvorschlägen – würde sich das zusätzliche Flächenpotenzial auf rund 18.500 Wohneinheiten erhöhen. Dies ohne Berücksichtigung der Flächenvorschläge, die im Rahmen der Regionalplanneuaufstellung weiter geprüft werden sollen.

Das derzeit abschätzbare Gesamtwohnungspotenzial würde sich unter Berücksichtigung weiterer jüngerer Entwicklungen, zum Beispiel neuer Erkenntnisse über geplante oder laufende Bauprojekte, nach derzeitigem Stand auf etwa 51.900 Wohneinheiten erhöhen. Da Flächenentwicklungen dynamisch sind, kann dies allerdings nur eine Momentaufnahme sein.

Die Beratung der ergänzten Beschlussvorlage geht nun in eine zweite Runde. Der Stadtentwicklungsausschuss wird sich in seiner heutigen Sitzung am 10. November 2016 mit allen Vorschlägen befassen. Abschließend entscheidet der Rat der Stadt Köln, welche der von der Verwaltung wie von den Bezirksvertretungen vorgeschlagenen Flächen tatsächlich als Bauland entwickelt werden sollen.

Quelle: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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