Bezirksvertretung Rodenkirchen für den Erhalt der Zollstocker Postfiliale

Die Postbankfiliale in Zollstock soll geschlossen werden. - Bild: Bronisz

Zollstock – Die Bezirksvertretung Rodenkirchen verabschiedete in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution, in der sie sich gegen die Schließung der Postbank- und Postfiliale am Gottesweg richtet. Sowohl die Oberbürgermeisterin, als auch der Bezirksbürgermeister sollen Gespräche mit der Deutschen Postbank AG und der Deutschen Post AG führen, um eine Schließung im April noch abzuwenden.

Bereits im Vorfeld hatte der Allgemeine Bürgerverein Zollstock und ein Initiativkreis gegen die Schließung der Filiale Unterschriften gesammelt. Am Samstag erfolgte dann auch eine Kundgebung vor der Postfiliale mit weiteren Unterschriftensammlungen.

Schon 2010 hatte die Postbank AG die Postfiliale als Kooperationspartner übernommen und möchte sie nun schließen. Ein rund 350 Meter weiter ansässiges Büdchen und Lottogeschäft soll als neuer Kooperationspartner der Deutschen Post AG die Post- und Paketdienstleistungen übernehmen. Als Begründung führte die Deutsche Post u.a. aus:

„Die Filiale am Gottesweg 19 gehört zur Postbank. Wie alle Banken beobachtet auch die Postbank, dass sich das Verhalten der Kunden in Zeiten der Digitalisierung verändert. So überprüft die Postbank auch ihr Filialnetz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit.“

Mit dieser Begründung wird deutlich, dass ausschließlich wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen. Dass die Privatisierung der Post ein Fehler war und die Daseinsvorsorge auf der Strecke bleibt wird ebenfalls offenbar. Die Post verweist zwar darauf, dass es einen Geldautomaten am Höninger Weg/Theophanostr. gibt, den Postbankkunden kostenlos nutzen können. Kontoauszüge können sie dort aber nicht ausdrucken. Für einen Stadtteil der sich mit seinen über 22.000 Einwohnern auf Kleinstadtniveau befindet ist der Wegfall der Postfiliale fatal. Für die Deutsche Postbank schlechte Werbung. Ein Großteil ihrer Kunden bezieht über die Postbank Rentenleistungen. Sie sollen jetzt an irgend einen Automaten, der ganz sicher für die vielen älteren Menschen auch einen Angstraum darstellen wird, ihr Geld abheben.

Nicht nur Bürgerverein und Initiativkreis, sondern auch ein Großteil der Zollstocker Bürgerinnen und Bürger sind gegen die Schließung, da der neue Standort schlechter zu erreichen und nicht barrierefrei ist. Eine besondere Herausforderung für Senioren und mobilitätseingeschränkte Menschen. Die Zollstocker Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertreter sehen die Probleme genau so und unterstützen das Anliegen der Zollstockerinnen und Zollstocker mit ihrer Resolution.

Die Unterschriftenliste des Bürgervereins liegen noch bis zum 24. Februar beim Rewe in den Zollstock-Arkaden, Lotto Kluth auf dem Höninger Weg, Bücher Weyer Höninger Weg, Zigarren Schmitz und dem Haus Rüger Höninger Weg/Gottesweg aus.

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