Asphalt oder Kopfsteinpflaster – Das ist hier die Frage

Zollstock – In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung stand auch ein Antrag der CDU-Fraktion zur Sanierung der Zeltingerstr. und Briedelerstr. in Zollstock auf der Agenda. Und dieser Antrag gab den Anstoß zu einer Diskussion über die Glaubensfrage Asphalt oder Kopfsteinpflaster.

Die Zeltingerstraße in Zollstock bedarf dringend der Sanierung. – Bild: Bronisz

Klaus Neuenhöfer vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik, der ebenfalls in der Sitzung anwesend war, bat die Bezirksverterinnen und Bezirksvertreter darum, dem Amt mitzuteilen ob man lieber Asphalt oder Kopfsteinpflaster hätte. Als Beispiel bezog sich Klaus Neuenhöfer auf die Sanierung der Siebengebirgsallee wo die Kopfsteinpflaster entfernt wurden. Anwohner kritisierten diese Entfernung.

In der darauf folgenden Debatte wurden meist Argumente zur Ästhetik, aber nur sehr wenige Argumente, wie von mir, zur Barrierefreiheit ausgetauscht. Auch auf eine vermeintliche Gefahr, dass bei einer Asphaltierung der Zeltingerstr. diese zur „Rennstrecke“ würde, wurde von Seiten der Grünen hingewiesen. Diese Gefahr sehe ich allerdings nicht. Denn zum einen gibt es nicht nur unvernünftige Autofahrer, und zum anderen macht die Zeltingerstr. in Richtung Höninger Weg ja auch einen Knick der nicht unbedingt zum Beschleunigen auffordert.

Für behinderte Menschen problematisch. Kopfsteinpflaster. – Bild: Bronisz

Ich bin der Ansicht, dass die Frage der Ästhetik der Frage der Barrierefreiheit untergeordnet werden sollte. So reicht es, wie im CDU-Antrag gefordert, bei weitem nicht aus, nur die Bordsteine an den „notwendigen Stellen“, wie es im Antrag heißt, abzusenken. Die betroffenen Straßen sollten asphaltiert werden. So können mobilitätseingeschränkte Personen, wie z.B. Senioren mit Rollatoren oder Spazierstöcken, aber auch behinderte Personen mit Rollstühlen o.ä. Fortbewegungshilfen barrierefrei diese Straßen queren. Auch Radfahrer wären sicherlich froh, wenn aus der holprigen Strecke eine deutlich angenehmere zu fahrende Strecke würde.

Nun wird in der nächsten Fraktionsvorsitzendenbesprechung, an der ich als Einzelmandatsträger nicht teilnehmen darf, darüber beraten, welchen Straßenbelag man nehmen sollte und dies dem Amt für Straßenverkehrstechnik mitteilen. Den Fraktionsvorsitzenden sei aber angeraten, sich aus Gründen der Barrierefreiheit für Asphalt zu entscheiden.

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