Armin Laschet – Zynisch und durchschaubar

Armut - Foto: Karin Richert/r-mediabase.eu

Düsseldorf – Anlässlich der Äußerungen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet über das Tafel-System erklärt Christian Leye, Landessprecher der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen: „Ich wette, Herr Laschet musste nie seine eigenen Kinder von 3,70 Euro am Tag ernähren, sonst hätte er diesen Stuss nicht so leichtfertig von sich gegeben. 3,70 Euro stehen Kindern bis 14 Jahren laut Hartz-IV Satz täglich für Nahrungsmittel zur Verfügung, die Sätze für Geflüchtete liegen da nicht drüber.

Die Äußerungen des NRW-Ministerpräsidenten sind ein durchschaubarer und zynischer Versuch, die Diskussion über Armut in diesem reichen Land zu beenden. Dass die Tafeln laut Armin Laschet eigentlich für Rentner und Alleinerziehende gedacht waren, spricht Bände über sein Verständnis von Renten- und Sozialpolitik. Denn eigentlich waren die mal dafür gedacht, Hilfseinrichtungen wie die Tafeln nicht nutzen zu müssen. Dass Herr Laschet meint, auch ein „türkischer Gastarbeiter“ hätte mit kleiner Rente nach 40 Jahren ein Anrecht auf die Tafel, wiederholt den gleichen Fehler.

Statt den Tafeln Ratschläge für die Zugangsregeln zu geben wäre besser, der NRW-Ministerpräsident würde seinen Einfluss in der CDU geltend machen. Die stellt nämlich seit 2005 die Kanzlerin und muss dafür sorgen, dass kein Mensch nach 40 Jahren Arbeit eine so kleine Rente bekommt, dass er zur Tafel muss. DIE LINKE wird den Zusammenhang zwischen Armut und Reichtum weiter in die politische Debatte tragen.“

Quelle: Pressemeldung DIE LINKE. NRW

 

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