Abriss der Villa Lenders vorläufig abgewendet

Über die "Villa Lenders" sollte nicht gesprochen werden - Bild: © 2012 Bronisz

Bayenthal – Während der Ortsbegehung zur 3. Ausbaustufe Nord-Süd-Stadtbahn, am 23. Februar 2013, äußerte sich Herr Neweling von der Verwaltung den Teilnehmern gegenüber dahingehend, dass die „Villa Lenders“, die bereits im städtischen Besitz ist, noch während des Planfeststellungsverfahrens abgerissen werden könnte.

Abriss vorläufig abgewendet - Bild: © 2012 Bronisz
Abriss vorläufig abgewendet – Bild: © 2012 Bronisz

Mit einem gemeinsamen und von mir initiierten Antrag haben Linke, SPD und Grüne, einem möglichen, vorzeitigen Abriss einen Riegel vorgeschoben und eine Absage erteilt. So heißt es in dem Antrag:“Die Verwaltung wird aufgefordert, die Villa Lenders nicht vor der Fassung des Planfeststellungsbeschluss zur 3. Stufe der Nord-Süd-Stadtbahn abzureißen. Gleiches gilt für weitere Gebäude, die während des Planfeststellungsverfahren von der Stadt Köln erworben werden sollten.

Dieser, in der BV-Sitzung vom 18. März 2013, mehrheitlich angenommene Antrag ermöglicht es, dass man immer noch eine Planung findet, bei der die „Villa Lenders“ erhalten bleiben könnte. Zu dem sollen auch andere, vom Abriss bedrohte Gebäude nicht vorzeitig abgebrochen werden. Damit wird verhindert, dass in dem Teilstück Bonnerstraße, in dem die 10 Gebäude stehen, hässliche Baulücken entstehen. Einen Erwerb der Gebäude durch die Stadt verhindert dies nicht. Dennoch muss weiter nach einer Möglichkeit gesucht werden, um möglichst viele der bedrohten Gebäude, zu denen eben auch die „Villa Lenders“ und ein weiteres, unter Denkmalschutz stehendes Gebäude gehört, zu erhalten.

Meine Sorge ist, dass sich die Fläche Bonnerstraße/Marktstraße/Schönhauserstraße zu einer Art „Barbarossaplatz des Südens“ entwickelt. Eine Entwicklung, die man nicht wirklich wünschen kann.

Barbara Schock-Werner, ehemalige Dombaumeisterin, sprach sich im Februar im Kölner Stadt-Anzeiger für den Erhalt der „Villa Lenders“ aus. Diesen Ausführungen kann ich mich nur anschließen, – wobei ich die Verwendung als Bürgerhaus bevorzuge -, und hoffen, dass ein Weg gefunden wird, dieses einzigartige Gebäude zu erhalten.

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